Letzte Hoffnung Lichterfelde Osnabrücker TB Titans fahren ohne Trio nach Berlin

Von Ansgar Maßbaum

Was ist noch drin? N‘Dea Bryant und die OTB Titans reisen am Samstag zum TuS Lichterfelde. Foto: Swaantje HehmannWas ist noch drin? N‘Dea Bryant und die OTB Titans reisen am Samstag zum TuS Lichterfelde. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Sprechen die Osnabrücker TB Titans noch ein Wörtchen im Playoff-Rennen mit? Nach der vergebenen Chance gegen Wolfenbüttel (52:67) und dem Punktabzug nach Regelverstoß im Spiel gegen Neuss wollen die Zweitliga-Basketballerinnen des OTB beim TuS Lichterfelde in Berlin an diesem Samstag (18 Uhr) wieder angreifen.

Trotz aller Rückschläge zuletzt hoffen die Titans, noch einmal Spannung und Druck aufzubauen – auf jeden Fall soll ein Sieg her. „Natürlich ist der Regelverstoß ärgerlich, aber wir können es nicht ändern und schauen nur nach vorne“, sagt OTB-Trainer James Hannah. Aus sportlicher Sicht sind die Vorzeichen für beide Teams identisch. Sowohl der OTB als auch der TuS verloren ihre letzten beiden Spiele. Für die Titans gilt, die zweite Hälfte aus dem Wolfenbüttel-Spiel schnell abzuhaken und wieder an das Selbstvertrauen aus dem ersten Abschnitt anzuknüpfen. „Meine Mannschaft will zeigen, dass sie besser spielen kann, und hat die Woche hart dafür gearbeitet“, erklärt Hannah. Lichterfelde freut sich nach drei Auswärtspartien in Serie, wieder vor heimischen Publikum aufzulaufen, und möchte die Schlappe gegen Grünberg (49:70) vergessen machen.

Während die Titans auf Tabellenrang sechs abgerutscht sind (sieben Siege/acht Niederlagen), befindet sich die Berliner Talentschmiede mit einem Spiel weniger als der OTB auf Position vier (9/5). Die Berlinerinnen um Ex-Bundestrainerin Alexandra Maerz haben fünf Punkte Vorsprung auf die Titans. Die Osnabrückerinnen könnten mit einem Sieg in der Hauptstadt die letzte Hoffnung aufrecht erhalten, noch auf den Playoffzug aufzuspringen.

Mit Nyara Sabally, der Amerikanerin Heidi Anton und der nur in Heimspielen auflaufenden Ireti Amojo hat Lichterfelde Spielerinnen, die den Unterschied ausmachen können. Gerade deshalb dürfte das Match in der Hauptstadt ein höchst intensives und kampfbetontes werden. „Berlin ist sehr heimstark“, sagt Hannah.

Das Hinspiel gewann der OTB mit 67:56. Um aktuell wieder in die Spur zu kommen, müssen die Titans ihren Distanzwurf wiederfinden, ihre schwache Freiwurfquote abstellen und energischer bei den Rebounds zupacken. Auch in Phasen wenn der Gegner vermehrt Druck ausübt, ist mehr Geduld beim Durchspielen der Systeme und Mut im Abschluss gefragt. „Genau daran haben wir gearbeitet“, so Hannah. Neben Kira Dölle, die nach Kapselriss im linken Sprunggelenk weiter ausfällt, fehlen auch Birte Seyer studienbedingt und Laura Hechler (Urlaub).