„Die Pause kommt sehr gelegen“ Panthers-Kapitänin Knopp: Platz eins wäre top

Von Christoph Schillingmann

Kapitänin Melina Knopp (am Ball) will mit den Panthers aufsteigen. Foto: Helmut KemmeKapitänin Melina Knopp (am Ball) will mit den Panthers aufsteigen. Foto: Helmut Kemme

Osnabrück. Mit dem 78:57-Erfolg bei Citybasket Recklinghausen haben sich die Zweitliga-Basketballerinnen der Girolive-Panthers am vergangenen Mittwoch vorzeitig für die Playoffs qualifiziert. Am ersten von zwei spielfreien Wochenenden spricht Mannschaftskapitänin Melina Knopp im Interview über die bisherige Saison, Druck und die gesteckten Ziele.

Frau Knopp, tut die kurze Spielpause gut?

Ja, auf jeden Fall. Jeder von uns hat im Moment seine Wehwehchen und irgendwie irgendwo Schmerzen. Wir sind immer froh, wenn wir ein bisschen Zeit haben, um uns zu erholen. Wir haben jetzt zwei komplette Wochen, um uns auf das nächste Spiel gegen Neuss vorzubereiten. Je mehr Zeit wir haben, desto besser. Deswegen kommt uns die Pause sehr gelegen.

Wie ist die Saison aus Ihrer Sicht bisher gelaufen?

Wir haben uns vor der Saison verschiedene Teilziele gesetzt. Das erste Ziel war, vor Weihnachten auf Platz eins zu stehen. Das zweite Ziel war, in die Playoffs zu kommen. Beides haben wir geschafft. Deshalb können wir absolut zufrieden sein als Mannschaft. Wir haben zwei Spiele verloren. Die Niederlage in Grünberg kurz vor Weihnachten war unglücklich und hätte nicht sein müssen. Aber ich finde, dass man auch nicht die ganze Zeit so viel Druck ausüben muss.

Wie meinen Sie das?

Ich hatte das Gefühl, dass wir die ganze bisherige Saison irgendwie unter Druck standen. Viele denken, dass die Panthers jeden Gegner mit 20 Punkten schlagen müssen, weil wir in unserem Team relativ viele Profis haben. Aber ich sehe das nicht so. Vielleicht tun wir uns deswegen auch manchmal so schwer. Aber vielleicht machen wir uns auch innerlich selber zu viel Druck, weil wir das im Hinterkopf haben.

Nachlesen: Panthers nach Sieg in Recklinghausen in den Playoffs

Was haben Sie sich für die letzten fünf Spiele vor den Playoffs vorgenommen?

Unser nächstes Teilziel ist es, Erster zu bleiben oder Zweiter zu werden. Platz eins wäre top für das Heimrecht. Bislang haben wir noch kein Spiel zu Hause verloren. Mit unseren Fans im Rücken sind wir auf jeden Fall immer ein bisschen stärker, als wenn wir auswärts spielen.

Haben Sie einen Wunschgegner für die Playoffs?

Nein. Am Ende müssen wir sowieso jeden schlagen. Im tiefsten Innern würde man sich vielleicht nicht Neuss wünschen, weil sie uns im Hinspiel besiegt haben. Aber wir haben uns über die Saison entwickelt und müssen gucken, wie das Rückspiel läuft. Vielleicht liegen sie uns doch mehr, als wir denken.

Was ist diese Saison möglich?

Wir wollen hoch. Wir haben es letztes Jahr nicht geschafft und unser tiefster Wunsch ist es, aufzusteigen. Ansonsten würden wir als Team nicht so viel trainieren und investieren. Wir wünschen es uns von Herzen.