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Kein einziger Dreier im Ziel Titans verlieren nach schwacher zweiter Halbzeit 52:67

Von Ansgar Maßbaum

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Her damit: Wolfenbüttels Brianna Rollerson (in Rot, am Ball) griff beherzt zu. Birte Seyer, Annemarie Potratz, Michelle Müller (in Weiß, von links) und der OTB hatten das Nachsehen. Foto: Swaantje HehmannHer damit: Wolfenbüttels Brianna Rollerson (in Rot, am Ball) griff beherzt zu. Birte Seyer, Annemarie Potratz, Michelle Müller (in Weiß, von links) und der OTB hatten das Nachsehen. Foto: Swaantje Hehmann

Osnabrück. Die Osnabrücker TB Titans haben in der 2. Basketball-Bundesliga im Heimspiel gegen das Wolfpack Wolfenbüttel zwei Gesichter gezeigt: Nach einer völlig misslungenen zweiten Halbzeit verloren die OTB-Frauen verdient mit 52:67 (35:27) und verspielten damit eine große Chance, den Playoffplätzen näher zu kommen.

„Auswärtssieg, Auswärtssieg“ skandierten die mitgereisten Fans aus Wolfenbüttel lautstark. Während das Wolfpack den nächsten Schritt Richtung Playoffs machte, wurden die Titans von Rotenburg/Scheeßel überholt und rutschten auf Rang sechs ab. Dank Lichterfeldes Niederlage am Sonntag sind wenigstens die Berlinerinnen noch in Sichtweite, allerdings bei einem Spiel weniger auch schon vier Punkte voraus.

OTB-Trainer James Hannah schüttelte nur den Kopf. Er musste die Vorstellung aus der zweiten Halbzeit erst einmal verdauen. „Da haben wir den Kopf verloren. Wir machen zu viele Fehler“, versuchte er, die Niederlage zu erklären.

OTB Titans punkten variabel und führen zur Pause

Dabei hatte die Partie gut angefangen. Früh ging es sehr physisch zur Sache, aber die Titans hielten mit – 14:17 stand es nach zehn Minuten. Der OTB punktete variabel durch Esther Borchers, N‘Dea Bryant, Annemarie Potratz und Xylina McDaniel. Im zweiten Viertel machten die Titans genau in diesem Rhythmus weiter. Spektakulär setzte sich Michelle Müller mit einer Körpertäuschung unter dem Korb durch und versenkte den Ball zum 27:25 (18. Minute). Die enge Verteidigung und konzentrierte Spielweise der Titans trug mehr und mehr Früchte. Maike Hagedorn, Birte Seyer und erneut Bryant, die mit 16 Punkten stärkste Werferin ihres Teams war, sorgten für einen Acht-Punkte-Vorsprung, der zur Halbzeit Bestand hatte (35:27).

N’Dea Bryant: Wolfenbüttel hatte immer eine Antwort

Nach der Pause brach der OTB aber ein. „Meine Mannschaft hat zwei Gesichter gezeigt. Das aus der ersten Halbzeit mit Selbstbewusstsein und kontrolliertem Spiel – und das aus der zweiten Hälfte, in der wir nicht mehr gut kommuniziert haben und völlig verunsichert nur noch reagiert haben“, sagte Hannah.

Brianna Rollerson (18 Punkte/20 Rebounds) und Nakeshia Hyde (23/8) fanden zusehends die Lücken in der Abwehr des OTB und punkteten nach Belieben. Als Leonie Rosemeyer binnen einer Minute zwei Dreier zur 49:37-Führung der Gäste traf (27.), war der Widerstand des OTB früh gebrochen. Mit 24:6 ging das dritte Viertel an das Wolfpack. „Wolfenbüttel hatte immer eine Antwort auf unser Spiel. Wir haben ihnen zu viele zweite Chancen gegeben, die sie eiskalt ausgenutzt haben“, war Bryant enttäuscht. Kapitänin Michelle Müller sprach Klartext: „Wir haben das Spiel selbst aus der Hand gegeben. Die erste Halbzeit war prima. Im zweiten Abschnitt haben wir dann völlig ohne Kopf gespielt und jegliche Struktur vermissen lassen.“

Dreier, Freiwürfe, Rebounds – OTB in vielen Belangen unterlegen

Nicht einen ihrer elf Dreierversuche brachten die Titans unter. Zudem blieben neun von 17 Freiwürfen ungenutzt. In beiden Statistiken sowie bei den Rebounds war Wolfenbüttel deutlich überlegen. Führten die Titans noch zur Halbzeit mit 21:20 bei den abspringenden Bällen, so hieß es nach 40 Minuten 45:32 für die Gäste. „Nicht das, was wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, sondern die ersten beiden Viertel waren der Basketball des OTB, den wir in Zukunft wieder über 40 Minuten spielen müssen“, sagte Müller.


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