Internationales Feld in Osnabrück 612 Judoka aus sieben Nationen für Crocodiles-Cup gemeldet

Von Johannes Kapitza

Volles Haus in der Halle der Domschule: Mehr als 600 Judoka haben für den Crocodiles-Cup in Osnabrück gemeldet. Archivfoto: Moritz FrankenbergVolles Haus in der Halle der Domschule: Mehr als 600 Judoka haben für den Crocodiles-Cup in Osnabrück gemeldet. Archivfoto: Moritz Frankenberg

Osnabrück. Die Halle der Osnabrücker Domschule wird wieder zum Ameisenhaufen: 612 Nachwuchsjudoka gehen beim Crocodiles-Cup auf die Matten.

Judo-Trainer und Crocodiles-Vorsitzender Teja Ahlmeyer hat dieser Tage „megaviel zu tun“. Er und die große Helferschar des Vereins sind zwar inzwischen in der Turniervorbereitung „gut eingespielt, aber es gibt immer noch viel zu erledigen“. Schließlich sollen die Judoka der Altersklassen U12 und U15 am Samstag (ab 8 Uhr) perfekte Wettkampfbedingungen vorfinden.

„Superergebnis„ auch ohne Rekord

Mit 612 Sportlern liegt das Turnier unter dem Rekord aus dem Vorjahr (654 Teilnehmer). Aus Westfalen reisen weniger Athleten an, weil der Crocodiles-Cup mit dem Termin der Bezirksmeisterschaft kollidiert. Weil schon eine Woche später die Norddeutsche Meisterschaft stattfindet, die vom Sommer in den Februar vorverlegt wurde, hatten die Crocodiles deutlich weniger Meldungen befürchtet. In Anbetracht der Terminschwierigkeiten sei die Zahl der Meldungen „ein Superergebnis“, sagt Ahlmeyer.

Niederlande sind stark vertreten

Auf einige Dauergäste ist Verlass. Das gilt auch besonders für Sportler aus dem Ausland. Die Niederlande sind traditionell stark vertreten, und immer wieder kommen neue Nationen hinzu. „Aus Dänemark reist ein Team an, das ich bisher gar nicht kannte“, sagt Ahlmeyer. Eine algerische Mannschaft hatte indes Probleme mit dem Visum und will im nächsten Jahr einen neuen Anlauf für den Crocodiles-Cup nehmen.

Russen und Rumänen trainieren mit Crocodiles

Delegationen aus dem russischen Twer und aus Rumänien wurden schon am Donnerstag in Osnabrück erwartet und wollen am Abend noch eine Trainingseinheit bei den Crocodiles absolvieren. Am Freitag werden die Matten im Trainingszentrum an der Iburger Straße abgebaut und zur Domschule gebracht, wo ab 19 Uhr das Wettkampffeld bereitet wird. „Für den Aufbau und die technischen Testläufe brauchen wir vier bis fünf Stunden. Gleichzeitig beginnt schon das Wiegen“, blickt Ahlmeyer auf die heiße Phase voraus.

Ahlmeyer rechnet sich Chancen für Reddig aus

Jeweils ein Sportler von BW Hollage und dem OSC, drei vom VfL Bad Iburg und 37 von den Crocodiles wollen sich am Samstag im hochkarätigen Starterfeld behaupten. Erfolgschancen misst Ahlmeyer vor allem Finn Luka Reddig bei, der in der U15 in der Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm startet. „Er ist frisch gebackener Landesmeister und könnte das Turnier gewinnen. Aber auch von Thore Meyer und einigen aus der U12 ist einiges zu erwarten“, sagt der Trainer.

50 Helfer, 22 Kampfrichter, fünf Sanitäter, zwei Ärzte

Eine Zitterpartie war für die Crocodiles bereits am Donnerstag ausgestanden: Die Post brachte die sehnlichst erwarteten Siegermedaillen. „Jetzt müsste alles laufen“, sagt Ahlmeyer, der sich auf eine breite Unterstützung verlassen kann: Am Samstag sollen nun die rund 50 Helfer der Crocodiles, 22 Kampfrichter, fünf Sanitäter und zwei Ärzte auf den sieben Matten für einen reibungslosen Ablauf sorgen.