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9. Osnabrücker „Nacht des Sports“ Pia Greiten und Günter Liegmann sind Sportler des Jahres 2017

Von Stefan Alberti und Malte Schlaack


Osnabrück. Osnabrücks Sportler des Jahres heißen Günter Liegmann und Pia Greiten. Der Ultraläufer und die Ruderin Pia Greiten vom Osnabrücker RV wurden am Samstagabend bei der 9. Osnabrücker „Nacht des Sports“ im Alando Palais geehrt und treten damit die Nachfolge von Schwimmer Jonas Bergmann und Basketballerin Melina Knopp an.

Liegmann ist seit vielen Jahren als Läufer äußerst aktiv und schreckt dabei auch vor den ganz großen Herausforderungen nicht zurück. Seine bisher wohl größte hatte er im vergangenen Jahr gemeistert. Der 62-Jährige absolvierte den Deutschlandlauf, der die Teilnehmer über 1321 Kilometer von Sylt bis zur Zugspitze führte. Der Lauf hatte im Juli auch in Osnabrück Station gemacht. Zweiter bei der Wahl in der Konkurrenz der Männer wurde wie im Vorjahr American Footballer Tim Unger.

Sportlerin des Jahres: Greiten vor Gussenberg

Bei den Frauen sicherte sich Ruderin Pia Greiten den Leo-Award. Die Athletin des Osnabrücker Rudervereins hatte ein sehr erfolgreiches Jahr 2017, das mit drei Medaillen dekoriert worden war. Bei der Deutschen Meisterschaft der Altersklassen U17 bis U23 holte sie im Einer und im Doppelvierer jeweils Gold. Saisonhöhepunkt war für Greiten aber die U23-Weltmeisterschaft in Bulgarien, wo sie mit dem deutschen Doppelvierer die Bronzemedaille holte. Bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres war es nun wieder der erste Platz, gefolgt von Judoka Jana Gussenberg von den Judo Crocodiles, die unter anderem bei der U18-WM in Chile Bronze geholt hatte.

LGO feiert „Titel-Hattrick“

Einen „Titel-Hattrick“ gab es bei den Männer-Mannschaften. Wie schon in den beiden Vorjahren lag eine Leichtathletik-Staffel der LG Osnabrück vorne. Adrian Düring, Finn Stuckenberg, André Rohling und Felix Hasselmann waren bei der Deutschen Meisterschaft in Erfurt überraschend auf dem achten Platz gelandet. Hasselmann ist dabei der einzige Läufer, der in allen drei Jahren zur erfolgreichen Staffel gehörte, die den Leo-Award gewonnen hat.

SV Bad Laer verteidigt ebenfalls Platz eins

Ebenfalls eine Titelverteidigung gab es bei den weiblichen Teams. Im vergangenen Jahr hatten die Volleyballerinnen des SV Bad Laer die Konkurrenz gewonnen und wiederholten diesen Triumph nun. Grund genug gab es dafür allemal: Bad Laer war in die 2. Bundesliga aufgestiegen und hatte sich für die erste Runde im VBL-Pokal qualifiziert. Extra für die Nacht des Sports hatten die Laererinnen ihr Heimspiel am Samstag gegen Hamburg (2:3) vorverlegt. Erstmals vergeben wurde außerdem der Leo-Award in der Kategorie Team gemischt. Premierensieger wurden die Steptänzer „The Art Act & Tap Dancer“ der Tanzschule Albrecht.

Teja Ahlmeyer Trainer des Jahres

Das Rennen bei der Wahl des Trainers machte Teja Ahlmeyer, der seit Jahren mit großem Erfolg bei den Judo Crocodiles arbeitet. „Ich bin glaube ich nie zufrieden und verlange viel, gebe den Sportlern dafür aber auch hoffentlich viel zurück“, sagte der Geehrte über sein Erfolgsgeheimnis. Über den Fußball-Leo jubelte wie im Vorjahr der SC Melle. Jonas Strehl folgte hier auf seinen Teamkollegen Lukas Kleine-Kalmer. „Er hat es mir noch mit auf den Weg gegeben, dass ich ihm nachfolgen soll und mit viel Glück habe ich das tatsächlich geschafft“, sagte ein überraschter Preisträger.

Nachwuchspreis an HSG-Handballerinnen

Der von den Organisatoren verliehene Nachwuchspreis ging an die weibliche A-Jugend der HSG Osnabrück. Die jungen Handballerinnen stehen mit ihrem Aufstieg in die Oberliga stellvertretend für die gute Entwicklung in dem Verein. Als Event des Jahres wurde das Internationale Osnabrücker ADAC Bergrennen des MSC Osnabrück ausgezeichnet, das im vergangenen Jahr mit großem Erfolg zum 50. Mal ausgetragen wurde. Der Medienpreis ging an den TuS Hilter und den von Lukas Tappmeyer erstellten Film „Ein Wintermärchen“ über die starke Hallenrunde des Fußball-Kreisligisten. Das Foto des Jahres gelang Bernd Seyme bei einem Jugendfußballspiel des Osnabrücker SC.

Bertelsmann für Lebenswerk geehrt

Traditioneller Höhepunkt der „Nacht des Sports“ war dann zum Abschluss die Verleihung des Preises für das Lebenswerk.Geehrt wurde Stefan Bertelsmann als „Vater des Volleyballls“ beim SV Bad Laer. „Man muss Begeisterung säen, so wie es jeder Sportler hier macht“, sprach Bertelsmann über die Motivation für sein jahrelanges Engagement um den Volleyball.