516 Spieler bei Tischtennisturnier TuS Hilter holt Goldenen Schläger von Schledehausen

Von Lennart Albers


Bissendorf. Die Tischtennisspieler des TuS Hilter haben den Sieg erzwungen: Fast in voller Abteilungsstärke traten sie bei der 43. Auflage des Goldenen Schlägers von Schledehausen an und sicherten sich zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den begehrten Titel.

Das Turnier ist bei vielen Spielern seit Jahren als sportlicher Auftakt im Kalender eingetragen: Dieses Mal schlugen 516 Akteure an den drei Tagen in der Waldsporthalle in Schledehausen auf. Zeit zum Durchschnaufen gab es da nur wenig: So war der letzte Ballwechsel im Finale der B-Männer in der Nacht von Freitag auf Samstag erst um 3.17 Uhr entschieden. Am nächsten Morgen ging es um 9 Uhr weiter, und die letzte Partie des Turniers war am Sonntag um 20 Uhr beendet. „Das ist natürlich anstrengend, und viel Schlaf gab es nicht, aber es macht eben auch großen Spaß“, erklärt Hauptorganisator Hansi Schmidt vom SV Wissingen.

Mehr als 1300 Spiele an 28 Tischen

Die Organisatoren setzten wieder auf das bekannte System: Jedes Spiel wurde einzeln aufgerufen, und der erstgenannte Spieler musste bei der Turnierleitung einen Zahnputzbecher mit Zettel, Stift und Ball abholen. An Bildschirmen konnten die Spieler zudem Ergebnisse und Tabellen verfolgen. „Wir haben keine Änderungen eingebaut und auf Bewährtes gesetzt. Damit sind wir wieder super gefahren“, freute sich Schmidt über den reibungslosen Ablauf. An 28 Tischen gingen mehr als 1300 Spiele über die Bühne.

Habekost Dritter bei den Männern, Kameier Zweite der Frauen

Die stärkste Spielklasse der A-Männer gewann Dennis Lau (TV Marklohe), der Marvin Schlicker und den Regionalligaspieler Jonathan Habekost (SF Oesede) auf die Plätze zwei und drei verwies. In der stärksten Frauenkonkurrenz siegte Vanesja Lampe (TuS Brake) im Finale gegen Saskia Kameier (SV Wissingen).

TuS Hilter: Mit festem Vorsatz zum Gesamtsieg

Mit vielen Starts und Einzelsiegen sicherte sich der TuS Hilter den goldenen Schläger für den erfolgreichsten Verein. Die Hilteraner waren mit mehr als 50 Spielern in Schledehausen angetreten – und dem festen Vorsatz, die Trophäe mit nach Hause zu nehmen. „Ich spiele hier schon lange mit und wollte unbedingt das Ding gewinnen. Auf der Weihnachtsfeier habe ich das dann vorgeschlagen“, erklärte Initiator Stephan Heidschötter. In der Abteilung ließ sich niemand lange bitten: Von Jugendlichen bis hin zu den ältesten Spielern war fast die gesamte Abteilung in Schledehausen vertreten. „Der Zusammenhalt war direkt da. Alle waren Feuer und Flamme“, sagt Abteilungsleiter Stephan Hagedorn stolz. Der Übergabe des goldenen Schlägers am Sonntagabend nach dem letzten Turnierspiel fieberte Heidschötter schon Stunden vorher entgegen: „Ich bin nicht nur heiß, sondern richtig geil darauf, das Ding nachher hochzureißen.“

Maskottchen „Ringo“ bringt Glück

Die Hilteraner verewigten sich aber nicht nur in der Turnierchronik, sondern hinterließen auch optisch einen nachhaltigen Eindruck in Schledehausen. Für das Turnier hatte der TuS extra T-Shirts mit dem Slogan „Goldenen Schläger gerockt“ produzieren lassen. Auch ein kleines grünes Maskottchen namens „Ringo“ war mit dabei und sollte für das nötige Glück sorgen. Mit Erfolg: Beim Finale in der Klasse E-Männer wurde es von den Hilteranern neben die Zähltafel gesetzt und hatte so den besten Blick darauf, wie Stefan Pohlmeyer, angepeitscht von zahlreichen Fans, gegen Manfred Wöste vom TTV Mettingen den einzigen Gesamtsieg in einer Leistungsklasse für Hilter holte.


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