Tews fiel mit Grippe aus Panthers: Zurkowski und Strozyk siegen bei Allstar-Day-Premiere



Bamberg. Der Dreikönigstag wird in Franken traditionell dazu genutzt, sich mit regionalem Bier für das kommende Jahr Stärke anzutrinken. Für die besten Basketballerinnen der 2. Bundesliga lässt sich dieses Ritual ummünzen – sie schossen sich am Samstagnachmittag beim ersten German Allstar Day in Bamberg Stärke für die zweite Saisonhälfte an. Der Nord-Auswahl mit zwei Osnabrücker Akteuren gelang dies beim 86:64-Erfolg ein bisschen besser.

Allstar-Spiele leiden in der amerikanischen Profiliga NBA und in der deutschen BBL unter dem Ruf, nicht intensiv genug und mit zu wenig Verteidigung gespielt zu werden. Bei der Erstauflage des German Allstar Days der 2. DBBL bewiesen die Akteurinnen, dass es auch anders geht. „Die Intensität war höher, als ich es erwartet hatte“, sagte Mario Zurkowski, Trainer der Girolive-Panthers Osnabrück, der als Coach des Nord-Teams fungierte. „Obwohl wir noch nie zusammen trainieren konnten, haben wir ein gutes Spiel abgeliefert. Auch für die Zuschauer waren viele super Aktionen dabei.“

Besonders die erste Halbzeit war spielerisch hochklassig. Trotz fehlender Teamchemie ließen beide Mannschaften den Ball gut in den eigenen Reihen zirkulieren und trafen hochprozentig. Nachdem sich die Süd-Auswahl zu Beginn der Partie einen Acht-Punkte-Vorsprung erspielt hatte, zog der Norden an und führte zur Pause mit 53:39. Vor allem die Dreier hatten es den Spielerinnen angetan – am Ende hatten beide Teams insgesamt 51-mal von jenseits der Dreipunktlinie abgedrückt. Insbesondere Nyara Sabally vom TusLi Berlin sorgte in der zweiten Hälfte dafür, dass der Vorsprung der Nord-Auswahl weiter anwuchs und in einem 86:64-Erfolg mündete. Mit 25 Punkten, sieben Rebounds und nur einem Fehlwurf wurde die U-18-Nationalspielerin verdient als wertvollste Spielerin der Partie ausgezeichnet.

Auf diesen Titel hatte Ramona Tews von den Girolive- Panthers schon vor dem Tipp-Off keine Chance mehr. Eine Grippe und das Veto des Ärzteteams verhinderten den Einsatz der Aufbauspielerin. Ihre Teamkollegin Jenny Strozyk sorgte aber dafür, dass der Osnabrücker Basketball dennoch hervorragend repräsentiert wurde – wenn auch nur noch durch zweieinhalb Beteiligte. Mit elf Punkten und einer Wurfquote von 66 Prozent aus dem Feld überzeugte die 17-Jährige die 600 Zuschauer. „Zu Beginn musste ich mich erst an das Zusammenspiel mit den Mädels gewöhnen, aber danach lief es rund. Wir haben super harmoniert. Dass Mario mich nominiert hat, macht mich stolz und ist eine große Ehre für mich“, freute sich die 1,65 Meter große Strozyk.

Als Ehre empfand es auch Rolf Beyer, Geschäftsführer des amtierenden deutschen Herren-Meisters Brose Bamberg, die Veranstaltung in Oberfranken zu wissen. „Dieser Tag zeigt einmal mehr, dass es in Bamberg nicht nur um Profi-Basketball im Herrenbereich geht, sondern dass wir eine komplette Basketballstadt sind.“


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