Große Geduld nach Kreuzbandriss Panthers-Spielerin Takács: „Irgendwann kommt meine Zeit“



Osnabrück. Sie hat in jedem Spiel auf der Bank gesessen – ohne Aussicht auf eine einzige Spielminute. 2018 soll sich das ändern: Dann will Basketballerin Kata Takács nach ihrem Kreuzbandriss erstmals ein Spiel für die Girolive-Panthers in der 2. Bundesliga bestreiten.

„Für mich ist es selbstverständlich, dass ich auch bei den Auswärtsspielen immer mitfahre. Irgendwann wird ja auch meine Zeit kommen, und dann will ich bereit sein und wissen, wie die Routine an einem Spieltag ist“, sagt Takács. Im Sommer war sie vom Bundesligisten Herner TC nach Osnabrück gewechselt, verletzte sich aber in einem Spiel der österreichischen 3x3-Nationalmannschaft, bevor sie auch nur eine Partie im Panthers-Trikot bestritten hatte.

Seitdem fiebert sie an der Seitenlinie mit. „Beim Spiel bin ich zu 100 Prozent dabei, und ich freue mich, dass wir erfolgreich sind. Beim Training fällt es mir schwerer zuzuschauen. Danach habe ich immer ein schlechtes Gefühl, weil ich auch gerne mehr mitmachen würde“, gibt die 26-Jährige zu.

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In der ersten Zeit nach der Kreuzband-Operation waren die sportlichen Möglichkeiten eingeschränkt. Inzwischen hat Takács durch die Physiotherapie einige Fortschritte gemacht. Sie läuft, um Kondition aufzubauen, kann Sprünge und beim Wurftraining mitmachen. „Das ist schon ein bisschen spannender“, sagt die Basketballerin, die zusätzlich im Bewegungsbecken unter Wasser „Vollgas geben“ kann. In der Streckung fehlt noch ein bisschen, aber „ich bin auf einem guten Weg, und das Knie fühlt sich stabil an“, ist Takács zuversichtlich. Der körperliche Genesungsprozess ist aber nur ein Teil der Heilung. „Für ein Comeback muss man auch vom Kopf her bereit sein. Die Rückfallquote ist hoch. Das ist ein Problem“, räumt sie ein.

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Von Vereinsseite gibt es „überhaupt keinen Druck“, dass Takács ihre Rückkehr auf den Platz überstürzen müsste, sagt OSC-Basketballkoordinator Stefan Eggers. „Sie soll sich nicht stressen. Wir warten den Heilungsverlauf ab“, sagt Trainer Mario Zurkowski. Wenn die Ungarin, die auch einen österreichischen Pass hat, den Winterurlaub in der Heimat nahe Wien beendet hat, wird sie noch ein bis zwei Monate in der Reha schuften müssen, bevor sie an ein Comeback denken kann.

„Sie steht jeden Tag in der Halle oder im Fitnessstudio und arbeitet hart. Sie hat es absolut verdient, wieder auf dem Parkett zu stehen“, hat Panthers-Kapitänin Melina Knopp Respekt vor dem Rehaprogramm von Takács, die trotz Verletzung bei den Panthers nicht wegzudenken ist: „Kata ist eine Riesenunterstützung auf der Bank und ein vollwertiger Teil der Mannschaft, nur dass sie noch nicht spielen kann. Wir freuen uns, wenn sie uns auch auf dem Feld helfen kann.“


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