Zeitung berichtet „Horror-Haus“ von Höxter für vierstelligen Betrag verkauft

Von Svenja Kracht | 08.02.2017, 10:31 Uhr

Das „Horror-Haus“ von Höxter ist laut einem Zeitungsbericht verkauft. Es soll für einen vierstelligen Betrag den Besitzer gewechselt haben.

 Das berichtet das „Westfalen Blatt“ am Mittwoch. Demnach soll ein 50-jähriger Dachdecker namens Dave McLeod aus der Umgebung das Haus gekauft haben. Der genaue Kaufpreis des Hauses wurde nicht genannt, lediglich von einer Summe unter 5000 Euro ist die Rede. Der neue Besitzer wolle die Immobilie sanieren. Ob er es vermieten oder selbst einziehen will, ist nicht bekannt.

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Ursprünglich wollten die Eigentümer das Haus aus den 30er-Jahren abreißen lassen. Bedenken, das Haus aufgrund seiner grausamen Geschichte nicht zu kaufen, habe der gebürtige Schotte laut Zeitungsbericht nicht gehabt. Es sei nicht das Haus schlecht, sondern die Menschen, die dort gelebt haben. Auch der Hinweis seiner schottischen Tante, dass es in dem Haus „böse Geister“ geben könnte, habe Dave McLeod nicht abgehalten. Es sei entscheidend gewesen, günstig an ein Haus zu kommen. Fotos vom inneren des Gebäudes wird es nach Angaben des Westfalen Blattes vorerst nicht geben: Zwei Boulevardmedien hätten sich schon vor langer Zeit die exklusiven Fotorechte von der bisherigen Eigentümerfamilie gesichert.

Prozess läuft noch

Wilfried W. und seine Ex-Frau Angelika sollen in dem Haus im Ortsteil Bosseborn mehrere Frauen über viele Jahre misshandelt haben. Mit Kontaktanzeigen haben sie die Opfer in ihr Zuhause gelockt. Zwei Frauen aus Uslar und Bad Gandersheim überlebten nicht. Derzeit stehen beide mutmaßlichen Täter vor Gericht. Die Anklage lautet auf zweifachen Mord durch Unterlassen sowie mehrfache Körperverletzung.