Westliches Münsterland Tod nach Kondom-Automat-Sprengung wegen zu früher Zündung

Von Benjamin Beutler | 28.12.2015, 11:41 Uhr

Drei Männer sprengten in Schöppingen im westlichen Münsterland am frühen Morgen des ersten Weihnachtstages einen Kondom-Automaten. Einer der Täter starb, weil er von einem Stahlteil am Kopf getroffen wurde, das bei der Explosion vom Automaten absplitterte.

Nach bisherigem Ermittlungsstand der Borkener Polizei stiegen die Männer, nachdem sie die Lunte gezündet hatten, in ihr Auto. Der Kondom-Automat explodierte jedoch zu früh - einer der Täter wurde von einem Stahlteil am Kopf getroffen, bevor er die Beifahrertür des Autos schließen konnte. Der Mann verlor das Bewusstsein. Seine Mittäter brachten ihn umgehend in ein Krankenhaus in Ahaus, wo die Ärzte den Tod des 29-jährigen Schöppingers feststellten. Das Geld und die Kondome ließen die Täter an dem zerstörtem Automaten zurück.

Treppensturz als Ausrede

Die Version der Männer, dass das Opfer sich die Verletzungen bei einem Treppensturz zugezogen habe, weckte bei der Polizei Zweifel. Einer der beiden Männer räumte gegenüber den Beamten schließlich ein, dass sie für die Sprengung des Kondom-Automaten verantwortlich seien. Die Mittäter sind 29 und 27 Jahre alt und kommen aus Bielefeld beziehungsweise Schöppingen.

Nach bisherigen Kenntnissen der Polizei nutzten die Männer ein bisher unbekanntes Sprengmittel. Der Bielefelder und der Schöppinger wurden wieder laufen gelassen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.