Vom Laufen nicht zurückgekommen Marathonläufer tot im Kreis Minden-Lübbecke aufgefunden

Von Sven Kienscherf | 02.07.2014, 10:17 Uhr

Ein 64-jähriger Marathonläufer ist in Petershagen (Kreis Minden-Lübbecke) tot aufgefunden worden. Eine Straftat schließt die Polizei aus. Der Mann galt seit dem vergangenen Montag als vermisst.

Der Mann aus Petershagen-Frille wurde am späten Dienstagabend in einem Waldstück von Feuerwehrleuten gefunden.

Noch am Nachmittag hatte die Polizei ihre Suche nach dem Vermissten intensiviert. Dazu hatten sich rund 50 Beamte einer Einsatzhundertschaft aus Wuppertal auf den Weg nach Petershagen gemacht. Fast zeitgleich wurde der Mann entdeckt. Zuvor hatte die Polizei die Bevölkerung um ihre Mithilfe gebeten und ein Foto des Gesuchten veröffentlicht.

Strecke von 30 Kilometern vorgenommen

Am Montagmorgen war der passionierte Läufer von zu Hause zu einem Trainingslauf aufgebrochen. Er wollte sich nach Erkenntnissen der Polizei auf den Berlin-Marathon vorbereiten, der Ende September stattfindet. Demnach hatte er sich möglicherweise eine Strecke von 30 Kilometern vorgenommen.

Als er am Montagnachmittag immer noch nicht wieder zurückgekommen war, benachrichtigten Angehörige die Polizei. Eine Suchaktion mit Hunden und Hubschrauber am Montag blieb erfolglos. Ein Handy hatte der Mann offenbar nicht eingesteckt.

Leiche in Petershagen gefunden

Die Suchmaßnahmen stellten sich nach Auskunft der Polizei auch deshalb schwierig da, weil die Laufstrecke des Vermissten nicht bekannt war. Das Suchgebiet war daher sehr groß. Der trainierte Mann lief teilweise bis in den Kreis Nienburg hinein. Aber auch Teilbereiche des Schaumburger Waldes gehörten zu seinen Laufwegen. Gefunden wurde die Leiche schließlich in einem Waldstück in der Gemarkung „Auf dem Sande“ in Petershagen.