Unterstützung für Petition Bürgerinitiative für Kiffen in Münster gegründet

Von Sven Kienscherf | 02.05.2014, 18:01 Uhr

Drei Hanfaktivisten aus Münster wollen das Kiffen in der Stadt legalisieren. Anfang April stellten sie einen entsprechenden Antrag bei der Stadt. Nun haben sie auch eine Bürgerinitiative gegründet.

„Die „Hanffreunde Münster“ sollen dem Anliegen der drei Aktivisten zusätzlich Gehör verschaffen. Des Weiteren wirbt eine Online-Petition für das Anliegen. Bis Freitagnachmittag hatte die Petition im Internet über 640 Unterstützer.

Recht auf Rausch: Hier geht es zum Interview mit Hanfaktivist Jonas Höltig

Die Idee der Aktivisten ist es, dass die Stadt einen Cannabis Social Club einrichtet, der unter Aufsicht der Stadt Cannabis anbaut und bis zu zwei Gramm pro Tag pro Person an seine Mitglieder ausgibt. Mitglied kann jeder werden, der volljährig ist. Soll das Cannabis aus medizinischen Gründen konsumiert werden, sollen sogar bis zu fünf Gramm pro Tag an die Konsumenten abgegeben werden.

SPD will rechtliche Einschätzung abwarten

Im Interview mit unserer Redaktion sagte Jonas Höltig, einer der Antragsteller, es gehe darum, dass Kiffer nicht mehr kriminalisiert werden. Außerdem könnte der Staat über Steuern von einer Cannabis-Freigabe profitieren. Geht es nach den Hanfaktivisten sollen sich bei den Hanffreunden Münster „Cannabispatienten, Genusskonsumenten sowie abstinente Bürger“ einbringen.

Nach Angaben von Höltig haben die Piraten bereits ihre Unterstützung für die Petition zugesagt, auch aus der Grünen Jugend komme Zustimmung. „Einzelne Mitglieder von ÖDP, Linken und Grünen haben auch gesagt, dass sie unseren Vorschlag unterstützen wollen.“

Die Ratsfraktion der SPD will laut Höltig erst einmal die rechtliche Einschätzung der Stadt abwarten. Die CDU habe sich noch gar nicht geäußert. Im Herbst soll über die Petition abgestimmt werden. Bis dahin wolle die Stadt die Vorlage der Hanfaktivisten in eine abstimmungsreife Vorlage bringen, so Höltig.

Die Antragsteller wollen jetzt die Jugendorganisationen der Parteien bearbeiten. Einen Termin mit den Jungliberalen habe man schon vereinbart, sagte Höltig.