Unterlagen sicher gestellt Hausdurchsuchung bei Ex-Chef der Sparda Bank Münster

Von Dirk Fisser | 22.10.2015, 00:25 Uhr

Auf den Rauswurf des langjährigen Vorstandsvorsitzenden der Sparda Bank Münster folgte am Mittwoch eine Hausdurchsuchung. Laut „Westfälischen Nachrichten“ sicherten Ermittler Unterlagen im Haus des Managers Enrico Kahl.

Der war in der Vorwoche überraschend fristlos entlassen worden. Sein langjähriger Arbeitgeber wirft ihm vor, Privatausgaben in sechsstelliger Höhe – etwa für Feiern – über die Bank abgerechnet zu haben. Am Dienstag wurde ein offizielles Ermittlungsverfahren gegen Kahl eingeleitet.

Bei der mehrstündigen Hausdurchsuchung am Mittwoch sei es darum gegangen, mögliche Beweismittel sicherzustellen, bestätigte die Staatsanwaltschaft Münster der Zeitung. Die Auswertung werde noch einige Monate in Anspruch nehmen.

Laut „Westfälischen Nachrichten“ wollte sich Kahl, 17 Jahre an der Spitze der Genossenschaftsbank in Münster, nicht unmittelbar zu den Vorwürfen äußern. Die Zeitung zitiert ihn allerdings mit den Worten: „Spesen-Geschichten werden doch häufig als Vorwand für eine beabsichtigte Trennung gewählt.“