„Singen ist gut gegen schlechte Laune“ Ki-Pop-Chor in Mettingen begeistert mit einem Best-of-Gospel-Programm

Von Dietlind Ellerich | 29.09.2011, 16:01 Uhr

„Schließen Sie die Augen, und lassen Sie die Bilder eines wundervollen Tages an sich vorbeiziehen.“ Das empfahl Martin Ufermann, Kantor der Westerkappelner Stadtkirche und Leiter des Mettinger Ki-Pop-Chores, den Gästen in der voll besetzten evangelischen Kirche. Sie sollten die Stimmung eines sonnigen Herbsttages mit in das gerade begonnene Konzert nehmen.

Zu einem „Best of Gospel“ hatten die Sängerinnen und Sänger am Sonntagabend in ihre „Hauskirche“ eingeladen, denn das rund 60 Stimmen starke Ensemble nutzt seit vielen Jahren das Haus der evangelischen Gemeinde für seine Proben. Über Nachwuchs würde sich der Chor freuen, lud Martin Ufermann am Ende des knapp anderthalbstündigen Konzertes alle, die Spaß am Singen haben, zu den Montagsproben um 18 Uhr ein.

Schnippend, wippend, klatschend und selbstverständlich singend hatte der Ki-Pop-Chor zuvor sein Publikum mit auf eine Reise durch die Welt des Gospels genommen. Ob Ohrwürmer wie „O happy day“, den der Chor als Zugabe sang, „I will follow him“ aus dem Film und dem Musical „Sister Act“ oder unbekanntere Titel, ob schwungvolle Rhythmen oder ruhige Melodien, ob Altes oder Modernes: Der Chor war in seinem Element und hatte nicht nur hörbar, sondern auch sichtlich Spaß am Singen. Kein Wunder, dass der Funke bereits zu Beginn auf die Zuhörer übersprang, die von Ufermann zum Aufstehen ermuntert wurden. Denn auch wenn Kirchenbänke auf 60 Minuten angelegt seien, könnte es vielleicht zu eng werden. Das Publikum ließ sich nicht lange bitten, klatschte und summte leise, aber begeistert mit.

„Singen ist gut gegen schlechte Laune und Depressionen“, erklärte ein bestens gelaunter Chorleiter und war sicher, dass die Gospeltexte mit den Rhythmen und Melodien eine Kraft und Dynamik entfalteten, die für die ganze Woche anhielten. Ufermann agierte mit solcher Lebensfreude und Begeisterung auf seiner „Bühne“, dass man ihm die Behauptung abnehmen möchte. Mit seinem Engagement riss er das Publikum und seinen Chor, den er immer in den höchsten Tönen lobt, gleichermaßen mit.

„Schön“, schwärmte ein Zuhörer, nachdem der letzte Ton verklungen war, und sprach wohl dem gesamten Publikum aus dem Herzen. Man darf gespannt sein auf das neue Konzertprojekt, das der Ki-Pop-Chor nun in Angriff nimmt: Gemeinsam mit der Ibbenbürener Musikgruppe Glin Amar will der Chor einen weiten musikalischen Bogen spannen, der im März 2012 aufgeführt wird.