Ohne Beute Mutmaßliche Geldautomaten-Sprenger vor Gericht

Von dpa | 23.06.2016, 08:07 Uhr

Immer wieder knallte es: Monatelang flogen am Niederrhein Geldautomaten in die Luft. Der Sachschaden ist hoch, Beute machten die Täter jedoch nicht. Jetzt stehen sie vier Männer vor Gericht.

Eine Bande mutmaßlicher Geldautomaten-Sprenger muss sich ab Donnerstag (9.00 Uhr) vor dem Klever Landgericht verantworten. Die vier Männer zwischen 27 und 34 Jahren sollen für eine ganze Serie gescheiterter Sprengstoffanschläge auf Geldautomaten am Niederrhein verantwortlich sein. Bei den Explosionen war ein Gesamtschaden von etwa 800 000 Euro entstanden. Gestohlen wurde nichts, weil die Automaten den Versuchen widerstanden.

An den Gebäuden und der Einrichtung kam es jedoch zu enormen Schäden: Es wurden Fenster herausgesprengt, Deckenplatten beschädigt und Brände verursacht. Die Feuerwehr musste mehrere Male zum Löschen ausrücken. Die Bande soll zwischen März und Dezember vergangenen Jahres unterwegs gewesen sein.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Quartett versuchten schweren Bandendiebstahl, Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und Sachbeschädigung vor. Die Männer konnten im Dezember in Dorsten nach längerer Observation festgenommen werden. Vier Verhandlungstage sind zunächst angesetzt, 16 Zeugen geladen.

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