Notizen der Opfer gefunden Mordprozess Höxter: Angeklagte schildert weitere Details

Von dpa | 07.02.2017, 12:35 Uhr

Im Prozess um die tödlichen Misshandlungen im sogenannten Horrorhaus von Höxter hat die Angeklagte Angelika W. weitere grausame Details geschildert.

Bei ihren Aussagen am zehnten Prozesstag vor dem Landgericht Paderborn ging es am Dienstag um Notizen der Opfer und Angeklagten, die Ermittler in dem Haus gefunden hatten. Auf einigen dieser Zetteln wurden Erniedrigungen der Opfer geschildert. Die Erklärungen von Angelika W. (48) zur Frage, warum diese Notizen angefertigt wurden, waren zum Teil widersprüchlich. Selbst ihr Anwalt Peter Wüller äußerte sein Unverständnis. (Weiterlesen: Prozess um „Horror-Haus“ in Höxter: Nachbarn hatten Angst) 

Zwischenruf vom Mitangeklagten Wilfried W.

Der Mitangeklagte Wilfried W. (46) bezeichnete eine der Ausführung seiner Ex-Frau zur Erniedrigung eines der Opfer in einem Zwischenruf am Dienstag als Lüge. Bislang hat sich Wilfried W. in dem Prozess nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Die beiden Angeklagten sollen über Jahre hinweg mehrere Frauen in ein Haus im ostwestfälischen Höxter gelockt und schwer misshandelt haben. Zwei Frauen aus Uslar und Bad Gandersheim überlebten nicht. Die Anklage lautet auf zweifachen Mord durch Unterlassen sowie mehrfache Körperverletzung. Schnee liegt vor dem Haus in Höxter-Bosseborn, in das ein Paar mehrere Frauen gelockt und dort schwer misshandelt haben soll. Foto: Friso Gentsch/dpa