Mindestens drei Tote bei Badeunfällen in NRW 37-jähriger stirbt in Naturbadesee in Espelkamp

Von dpa | 25.07.2014, 10:53 Uhr

Düsseldorf/Espelkamp/Kalletal/Paderborn. Beim Baden sind am Wochenende in Nordrhein-Westfalen mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Ein 20 Jahre alter und ein 26 Jahre alter Mann wurden am Montag nach Polizeiangaben weiter vermisst.

In einem Naturbadesee in Espelkamp im Kreis Minden-Lübbecke kam am Samstag ein 37-Jähriger ums Leben. Zeugen hatten seine auffälligen Bewegungen bemerkt und ihn ans Ufer gebracht. Laut Polizei starb er noch am See, trotz sofortiger Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die Todesursache war zunächst nicht bekannt.

Tragisch endete ein Badeausflug im ostwestfälischen Kalletal am Sonntag auch für einen 19 Jahre alten Nichtschwimmer, wie das „Westfalen Blatt“ am Montag berichtete. Der Mann wollte sich nach Polizeiangaben von einem Bekannten zu einer künstliche Insel auf einem Badesee ziehen lassen. Nach wenigen Metern schwanden jedoch beiden die Kräfte und sie tauchten ab. Ein Taucher fand den leblosen 19-Jährigen wenig später. Der Mann konnte nicht mehr wiederbelebt werden.

Weitere Meldungen aus Nordrhein-Westfalen

Bei einem weiteren Badeunfall in Düsseldorf ertrank ein 34 Jahre alter Mann in einem Baggersee. Passanten hätten bei einem Spaziergang Kleidung am Ufer des Sees entdeckt, teilte die Feuerwehr am Montag mit. Taucher fanden den Vermissten kurze Zeit später fünf Meter vom Ufer entfernt.

Zwei Personen weiterhin vermisst

Ein 20-Jähriger wollte sich nach dem Besuch der Kirmes in Düsseldorf am Samstag im Rhein abkühlen, teilte die Feuerwehr am Wochenende mit. Einsatzkräfte suchten mit drei Hubschraubern, sechs Booten und Tauchern nach dem Nichtschwimmer. Nach über einer Stunde wurde die Suche ergebnislos abgebrochen.

Auch am Nesthauser See in Paderborn verschwand am Samstagabend ein 26-jähriger Bielefelder. Der junge Mann verschwand nach einem Streit mit seinen Freunden und gilt seit dem als vermisst.

Bereits Ende Juli war ein ebenfalls 37-jähriger Mann im „See am Kleihügel“ ertrunken. Der Bünder wurde von seinen Freunden geborgen, nachdem er mit den Armen um sich geschlagen hatte. Wiederbelebungsversuche am Ufer blieben erfolglos.

An heißen Tagen baden nach Angaben der Stadt mehr als 1.000 Menschen an dem naturnahen See unweit von Bohmte und Bad Essen. Sie tun dies auf eigene Gefahr, verwies ein Sprecher der Stadt Espelkamp nach dem jüngsten Fall auf eine entsprechende Beschilderung am Ufer.