FMO nicht betroffen Störung bei Flugsicherung bringt Luftverkehr durcheinander

21.12.2015, 16:42 Uhr

Ein Ausfall der Funk- und Telefonanlage bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) im hessischen Langen hat am Montag zu massiven Problemen im deutschen Luftverkehr geführt. Betroffen war nach Angaben der DFS der komplette untere Luftraum zwischen Osnabrück und Stuttgart. Am Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) in Greven gab es keine Ausfälle.

Dagegen fielen allein am Frankfurter Flughafen nach Angaben des Betreibers Fraport bis zum Nachmittag 43 Flüge aus. Sechs Flugzeuge wurden umgeleitet. Starts und Landungen verzögerten sich um bis zu zwei Stunden. Auch in Greven landete die Maschine aus Frankfurt 90 Minuten später. Alle übrigen Starts und Landungen hätten planmäßig stattgefunden, teilte ein Sprecher auf Nachfrage mit.

Leitungen um 11.15 Uhr zusammengebrochen

Um 11.15 Uhr waren bei der DFS die Leitungen zusammengebrochen. Flugzeuge waren nur noch über eine Notfrequenz erreichbar. „Wir konnten daher nicht die gesamte Kapazität abarbeiten“, sagte eine Sprecherin der DFS. Nach 35 Minuten funktionierten die Telefone wieder, der Funkverkehr lief nach 75 Minuten wieder normal. Seit 12.25 Uhr stehen alle Systeme wieder uneingeschränkt zur Verfügung, teilte die DFS am Nachmittag mit. Die Sicherheit sei jederzeit gewährleistet gewesen. Die Ursache für den Ausfall war zunächst unklar.

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Flugzeuge auf einer Flughöhe oberhalb von 7500 Metern waren von der Störung nicht betroffen. Sie werden im Süden und Westen Deutschlands von der DFS in Karlsruhe koordiniert.