Fahndungserfolg in der Schweiz Tatverdächtiger nach tödlichem Messerangriff in Ahaus gefasst

Von Louisa Riepe | 14.02.2017, 13:48 Uhr

Nach dem Tod einer jungen Frau in Ahaus am vergangenen Samstag konnte ein Tatverdächtiger festgenommen werden. Er war mit internationalem Haftbefehl gesucht worden.

Nach der tödlichen Messerattacke auf eine junge Frau in Ahaus ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Die Polizei hatte den Asylbewerber aus Nigeria seit der Tat am vergangenen Samstag gesucht. Nun konnte er in der Schweiz festgenommen werden.

Europäischer Haftbefehl zeigt Wirkung

Der 27-Jährige war bei einer Kontrolle am Hauptbahnhof in Basel aufgefallen. Dabei hatte er sich mit seiner deutschen Asylbescheinigung ausgewiesen. „Erst gestern hatte die Staatsanwaltschaft die europaweite Ausschreibung zur Festnahme veranlasst“ , sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt, „die heutige Festnahme des Verdächtigen ist ein schneller Erfolg.“

Derzeit ist noch nicht klar, wie der Tatverdächtige von Ahaus nach Basel gereist ist. Zunächst bleibt er in der Schweiz inhaftiert. Das formelle Verfahren zu seiner Auslieferung nach Deutschland wurde bereits eingeleitet. „Die Mordkommission wird den Tatverdächtigen erst nach seiner Ankunft in Deutschland befragen“, erklärte Botzenhardt.

Opfer erliegt Stichverletzungen

Der 27-Jährige wird dringend verdächtigt, am vergangenen Samstag eine 22-jährige Frau in Ahaus getötet zu haben. Zeugen hatten in der Nacht zum Sonntag Hilferufe gehört und eine Person gesehen, die sich auf offener Straße über die am Boden liegende Frau beugte. Sie starb im Krankenhaus an erheblichem Blutverlust durch zahlreiche Stichverletzungen an Oberkörper und Hals.

Die Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen den 27-Jährigen, weil er in den vergangenen Tagen die Nähe des späteren Opfers gesucht haben soll. Die Behörden bestätigten Medienberichte, wonach das Opfer als Flüchtlingshelferin gearbeitet haben soll. Wie intensiv die Bekanntschaft der beiden war, werde aber noch ermittelt.