Aufregung in Beckum Mädchen bringt Granate in Schule und sorgt für Räumung

Von Mark Otten | 01.12.2015, 11:26 Uhr

Damit der Unterricht anschaulicher wird, hat eine 16-Jährige aus Beckum eine Granate mit in die Schule genommen. Statt bewundernder Blicke gab es eine Evakuierung.

An der Real- und Sekundarschule in Beckum herrschte am Montag (30.11.) Aufregung. Eine 16-jährige Schülerin hatte eine Brandgranate von 1943 mit in den Unterricht genommen – allerdings mit guten Absichten.

Elternsprechtag fällt aus

Die Granate sollte als Anschauungsobjekt für das Schulprojekt „Vergangenheit“ dienen, berichtet die Polizei. Als die Lehrerin das Mitbringsel sah, informierte sie umgehend die Schulleitung, die kurz sicherheitshalber die Schule evakuieren ließ. Auch der angesetzte Elternsprechtag wurde abgesagt. (Weiterlesen: Granate bei Polizei Osnabrück abgegeben) 

Kampfmittelräumdienst im Einsatz

Der gerufene Kampfmittelräumdienst überprüfte die Granate und gab Entwarnung: Es handelte sich um einen ungefährlichen Blindgänger. Den kassierte der Räumdienst trotzdem ein, sodass das Schulprojekt ohne Anschauungsobjekt stattfand.

Die 16-Jährige hatte die Granate aus der Scheune ihres Großvaters genommen, ohne ihn darüber zu informieren. Der Großvater hatte den Blindgänger auf einem Acker gefunden und in einer Scheune gelagert.

Was tun beim Granatenfund?

Davon rät die Polizei ab. Wer einen Blindgänger finde, solle das Ordnungsamt verständigen und sicherstellen, dass sonst niemand auf das Fundstück zugreifen könne. Im Sommer 2015 hatten Kinder in Osnabrück beim Spielen eine Handgranate entdeckt. (Weiterlesen: Das haben die Kinder über den Granantenfund gesagt)