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Einsatz in Ibbenbüren Frau mit Messer verletzt – Spezialeinsatzkräfte nehmen Mann fest

Spezialeinsatzkräfte waren am Mittwochmorgen in Ibbenbüren im Einsatz. Foto: NWM-TVSpezialeinsatzkräfte waren am Mittwochmorgen in Ibbenbüren im Einsatz. Foto: NWM-TV 

ngr/mee Ibbenbüren. Spezialeinsatzkräfte der Polizei sind am Mittwochmorgen in der Ibbenbürener Innenstadt im Einsatz gewesen. Sie nahmen einen jungen Mann fest, der eine Frau nach einem Streit mit einem Messer verletzt haben soll.

Die Szenerie in der Ibbenbürener Poststraße war schon ein wenig gespenstisch: Nebel, leichtes Dämmerlicht, bewaffnete Polizisten mit Sturmhauben und Schutzkleidung, etliche uniformierte Beamte und eine weiträumige Absperrung – Großeinsatz für die Ordnungshüter.

Familienstreit

Nach Angaben der Polizei war es am Mittwochmorgen in der Poststraße zu einem Familienstreit gekommen. Als sich eine 47-jährige Frau dann auf den Weg zu einem nahegelegenen Supermarkt machte, sei ihr der an dem vorherigen Streit beteiligte 23-jährige Mann – wie die Polizei später bestätigte, ihr Sohn – gefolgt. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen ist die Frau dort mit einem Messer am Hals verletzt worden. Ein Rettungswagen brachte die Verletzte zur Behandlung in ein Krankenhaus. „Sie ist aber nicht lebensgefährlich verletzt“, so Reiner Schöttler, Pressesprecher der Kreispolizei vor Ort an der Einsatzstelle.

Der 23-Jährige habe sich nach der Körperverletzung wieder in die Wohnung begeben, wo er sich in dann alleine aufgehalten habe. Gegenüber der Polizei habe er sich aber nicht kooperativ gezeigt und die Wohnung nicht verlassen wollen. Um den Tatverdächtigen festzunehmen, mussten Spezialeinsatzkräfte der Polizei eingesetzt werden, die vor dem Kolpinghaus zusammengezogen wurden. Dies sei, so Polizeisprecher Schöttler, deshalb veranlasst worden, weil bei der Tat ein Messer benutzt worden war. „Aus Gründen der Eigensicherung und auch, weil wir nicht wussten, ob weitere Waffen in der Wohnung waren, haben wir dann Spezialkräfte hinzugezogen“, so Schöttler: „Die sind entsprechend ausgebildet und für diese Einsatzsituationen präpariert.“

Blendgranate

Nachdem die Beamten gegen 10 Uhr eine Blendgranate zur Irritation durch ein Fenster in die Wohnung geworfen hatten, gelang es ihnen, den Tatverdächtigen unverletzt festzunehmen und aus der Wohnung zu bringen. Auch von den Polizisten wurde niemand verletzt. Der 23-jährige Tatverdächtige wurde gegen Mittag in eine psychiatrische Klinik eingewiesen, hieß es von der Polizei weiter.

Die Spezialeinsatzkräfte nahmen den Mann fest. Foto: NWM-TV

Nach knapp drei Stunden war der Einsatz beendet. Wegen der Aktion musste die Poststraße für Autos, Radfahrer und Fußgänger voll gesperrt werden. Es kam dadurch auf der angrenzenden Weststraße zu Verkehrsbehinderungen, weil Fahrzeuge nicht in die Poststraße einbiegen konnten. Etliche Fußgänger und Radfahrer versuchten jedoch trotz der deutlichen Absperrungen, den Bereich zu passieren.