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Kreis plant Zentralisierung Tecklenburg will Bestand schützen

Von Ruth Jacobus

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jac Tecklenburg. Sechs Bausteine hat das Sparpaket der Kreisverwaltung, das Landrat Thomas Kubendorff vergangenen Montag dem Kreistag präsentiert hat. Besonders betroffen wäre Tecklenburg, wenn der Baustein „Standortekonzept für die Kreisverwaltung“ so zum Tragen kommt, wie es der Landrat gern hätte.

61 Mitarbeiter sollen danach aus Tecklenburg nach Steinfurt verlagert werden. Wichtig sei, so der Landrat, dass der Service für die Bürgerinnen und Bürger darunter nicht leiden werde. Jugendamt, Bauamt und Umweltamt sollen einen Brückenkopf in Tecklenburg behalten, um von dort ihre Außendienstaufgaben zu erledigen, und Anlaufstelle für die Bürger sein – mit dann noch 126 Mitarbeitern.

In Burgsteinfurt soll ein neuer Bürotrakt für rund 210 Mitarbeiter errichtet werden. Trotz der Kosten für den Neubau könnten bei den Gebäudekosten jährlich über 200000 Euro eingespart werden, hat die Kreisverwaltung errechnet.

Tecklenburgs Bürgermeister Stefan Streit findet die Entwicklung sehr bedauerlich, wenn auch nicht überraschend, da es Gespräche über das Thema zwischen Stadt und Kreis gegeben habe.

Streit kritisierte auf Nachfrage das Ausdünnen der Verwaltung in Tecklenburg und die über Jahre hinweg schleichende Abwanderung. „Ich hoffe und dränge darauf, dass sich der Landrat perspektivisch äußert, damit die Abteilungen in Tecklenburg auf Dauer Bestandsschutz genießen“, so Streit. „Es ist eine klare Aussage nötig, dass der Standort nicht infrage gestellt wird.“ Zudem müsse die geplante Zentralisierung in Steinfurt – auch aus Kostengründen – hinterfragt werden.

Zum Verbleib der Kfz-Zulassungsstelle hatte sich der Landrat am Montagabend nicht geäußert. Auf Nachfrage versicherte die Pressestelle im Kreishaus allerdings, sie solle bestehen bleiben.


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