Bekannt aus „Rach, der Restauranttester“ „Hollo Bollo“ reichte nicht: Hexenhäuschen in Lengerich macht dicht

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Osnabrück. Halb Hollandaise, halb Bolognese: Die Lasagne-Spezialität „Hollo Bollo“ hat das Hexenhäuschen in Lengerich weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht. Restauranttester Rach versuchte vergeblich, das Gericht von der Karte zu schmeißen. Jetzt muss das Kultlokal schließen.

Vollkommen fassungslos untersuchte Restauranttester Christian Rach das Lasagnegericht mit seinem Besteck, schob die dickflüssige Gelbschicht von den Nudelplatten, um unter der Hollandaise- die Bolognesesoße zu entdecken. „Hollo Bollo“ hieß die Spezialität auf der Speisekarte im Lengericher Altstadtlokal „Hexenhäuschen. „So was habe ich meinen Lebtag noch nicht gesehen“, entfuhr es dem Sternekoch, der aus seiner RTL-Doku-Soup „Rach, der Restauranttester“ durchaus Kummer gewohnt ist.


Sieben Jahre ist es nun her, dass der Spitzenkoch das „Hexenhäuschen“ auf Vordermann bringen wollte. Nun muss das Lengericher Kultlokal Ende Oktober schließen. „Der Umsatz war in den letzten Monaten immer weiter rückläufig, so dass wir uns zu diesem Schritt entschlossen haben“, heißt es auf der Facebook-Seite des Altstadtrestaurants. Der zwischenzeitliche Hype um die „Hollo Bollo“ konnte nicht verhindern, dass das Gros der Gäste im Laufe der Jahre wegblieb.

„Eine Institution in Lengerich“

Unter der Facebook-Ankündigung äußern viele Stamm- und Gelegenheitsgäste ihr Bedauern. „Das ist echt traurig, verbinde viele schöne Erinnerungen mit der Hexe“, kommentiert eine Nutzerin. Ein anderer User schreibt: „Ein Stück Jugenderinnerung und eigentlich Institution in Lengerich gewesen!“

Weil viele Gäste noch ein letztes Mal in „der Hexe“ einkehren wollen, darf Lokalbetreiber Thomas Windmöller kurz vor der Schließung noch einmal volle Tische bewirten. „Es ist kaum zu glauben. Aber seitdem wir das Aus verkündet haben, ist das Reservierungsbuch wieder voll“, sagte der Gastwirt den „Westfälischen Nachrichten.

Was dem Hexenhäuschen in der Lengericher Altstadtpassage nachfolgen soll, steht offenbar noch nicht fest. Gastwirt Windmöller wolle sich beruflich neu orientieren und freue sich auf mehr Zeit für die Familie, berichten die WN.


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