23-jähriger Syrer Polizei nimmt mutmaßliches IS-Mitglied in Ostwestfalen fest

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Das Bundeskriminalamt hat am Mittwoch ein mutmaßliches Mitglied der Terrororganisation „Islamischer Staat“ festgenommen. Symbolfoto: dpaDas Bundeskriminalamt hat am Mittwoch ein mutmaßliches Mitglied der Terrororganisation „Islamischer Staat“ festgenommen. Symbolfoto: dpa

Osnabrück/Karlsruhe. Das Bundeskriminalamt hat am Mittwoch ein mutmaßliches Mitglied der Terrororganisation „Islamischer Staat“ in Ostwestfalen festgenommen. Die Beamten haben außerdem die Wohnung des Beschuldigten durchsucht.

Wie die Bundesanwaltschaft mitteilt, handelt es sich um den 23 Jahre alten syrischen Staatsangehörigen Mohammed G.. Den genauen Ort der Festnahme in Ostwestfalen wollte die Bundesanwaltschaft auf Nachfrage unserer Redaktion nicht verraten. Mohammed G. sei laut Behörden dringend verdächtig, sich als Mitglied an der ausländischen terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ (IS) beteiligt zu haben.

Im Haftbefehl heißt es: „Der Beschuldigte reiste Anfang September 2015 nach Deutschland ein. Hier angekommen agierte er als Kontaktperson zwischen der dem ‚IS‘ zuzurechnenden Nachrichtenagentur A’MAQ und möglichen Attentätern der Terrororganisation.“

Propaganda in Chatgruppen

Konkret habe Mohammed G. seit spätestens Mitte September 2016 über soziale Medien in Kontakt mit einer Person gestanden, die am 11. Oktober 2016 in Schweden einen Brandanschlag auf ein schiitisches Gemeindezentrum verübt haben soll. Einen Tag nach dem Anschlag habe der Beschuldigte von seiner Kontaktperson verlangt, dass diese sich zu der Tat bekenne.

„Hintergrund hierfür war, dass A’MAQ ohne einen solchen Beweis keine Meldung über den Anschlag veröffentlichen wollte“, heißt es von der Bundesanwaltschaft. In der Folge habe sich der „IS“ in der von ihm veröffentlichen Zeitung „al Naba“ zu dem Anschlag bekannt. Daneben betreibe der Beschuldigte im Internet in verschiedenen Chatgruppen Propaganda für den „IS“.

Mohammed G. ist heute dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt worden, der Untersuchungshaft angeordnet hat.


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