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Video von der Baustelle Shopping-Center Loom in Bielefeld eröffnet im Oktober

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Bielefeld. Lange haben die Verantwortlichen ein Geheimnis darum gemacht, jetzt steht es fest: Das neue Shoppingcenter in Bielefeld, das Loom, eröffnet Ende Oktober. Auch welche Geschäfte dort einziehen, hat Investor ECE nun verraten. Unter anderem mit einem Autofinder und Beduftung auf den Toiletten soll den Kunden besonderer Komfort geboten werden.

Am Donnerstag, 26. Oktober 2017, kann erstmals im Loom eingekauft werden. Das verkündete Investor ECE am Freitag in Bielefeld. Auf der Baustelle lässt derzeit noch nicht viel erahnen, was in knapp fünf Monaten dort zu sehen sein wird. Wo bald Menschen zwischen Kleiderstangen hergehen, an Kassen stehen oder in Restaurants sitzen werden, stehen derzeit noch Gerüste, Paletten und Werkzeug.

Diese Läden ziehen ein

110 Läden sollen auf 26.000 Quadratmetern entstehen. Ein paar Mieter waren bereits bekannt – beispielsweise Ankermieter Primark oder Leder Berensen aus Lingen –, jetzt stehen auch die übrigen fest. Zu den neuen Marken gehören unter anderem:

  • Adidas Originals
  • Bershka
  • Pull and Bear
  • Kult
  • JD Sports
  • The Store mit Marken wie Camp David und Socxx
  • Thomas Sabo
  • Pandora
  • MAC
  • Stadtparfümerie Pieper
  • Kiehl‘s, ein Anbieter hochwertiger Pflegeprodukte aus New York
  • Thalia

Als Magnetmieter bezeichnen die Verantwortlichen Intersport Voswinkel mit einer Verkaufsfläche von rund 1000 Quadratmetern sowie Schuhpark Fascies. Mit Toys‘R‘Us, das auf etwa 2000 Quadratmetern Spielwaren verkauft, kehrt ein großer Name zurück nach Bielefeld.

Einige regionale Mieter

„Wir wollten regionale Partner einbinden und viele neue Konzepte nach Bielefeld holen. Das haben wir geschafft“, sagt Sven Schwotzer, der für das Loom verantwortliche Vermieter der ECE. Die Hälfte der Läden ist von Marken gemietet worden, die bislang noch nicht in der Stadt vertreten sind, 28 Mieter kommen aus der Region. Zusätzlich ziehen 13 Mieter ein, die zuvor in der City Passage untergebracht waren. Um das Loom zu verwirklichen, sind die Einkaufspassage abgerissen und das Galeria-Kaufhof-Gebäude umgebaut worden. „Unserer Meinung nach haben wir einen super Branchenmix aufgestellt“, sagt Schwotzer.

340 Sitzplätze im Foodcourt

Doch im neuen Shoppingcenter kann nicht nur eingekauft werden. Eine Studie habe ergeben, dass 60 Prozent der Besucher eines von ECE gebauten Centers die Gastronomie nutzen. Weitere 40 Prozent suchten das Center nach dem Gastronomie-Angebot aus, so Schwotzer. Deshalb sei der Foodcourt im zweiten Obergeschoss ein weiterer Schwerpunkt des Loom. Unter anderem KFC, Chutney, Burger BRO und Freshbar bieten dort Speisen und Getränke an. 340 Sitzplätze gibt es im Foodcourt – mit Steckdosen, an denen beispielsweise Laptops aufgeladen werden könnten. Im ganzen Gebäude gibt es kostenfreies WLAN. Über eine 26 Meter lange und 14 Tonnen schwere Expressrolltreppe gelangen Kunden aus dem Erdgeschoss direkt in den Foodcourt. Im Erdgeschoss selbst sind drei Gastronomen angesiedelt, die das Center zur Fußgängerzone öffnen: Nordsee, Zen Zen und Mövenpick Marché, das nach über 15 Jahren wieder nach Bielefeld zurückkommt. (Hier lesen Sie ein Interview mit Centermanager Latz >>)

Der letzte Kran soll voraussichtlich Ende des kommenden Monats abgebaut werden. Foto: Nadine Grunewald

Frischebereich

Zusätzlich gibt es im Untergeschoss des Shoppingcenters einen Frischebereich. „Dieser hat schon in der City Passage sehr gut funktioniert. Das haben wir aufgegriffen“, sagt Schwotzer. Neben einem Rewe-Supermarkt bieten Metzger, Bäcker oder ein Reformhaus ihre Waren an.

Investitionssumme gestiegen

Die Investitionssumme, die ECE für das Loom aufbringt, ist im Laufe der Bauarbeiten von ursprünglich rund 120 Millionen Euro auf rund 135 Millionen Euro gestiegen. Das zusätzliche Geld ist laut Sandra Harms in Serviceangebote und die Ausstattung geflossen. Die Verantwortlichen haben sich einiges einfallen lassen, um den Kunden den Aufenthalt angenehm und besonders zu gestalten. „Wir wollen innovativ, nachhaltig und zukunftsfähig sein“, sagt Centermanager Latz.

Neben extra breiten Parkplätzen – insgesamt gibt es im Parkhaus 550 Stellplätze – können Kunden den Car-Finder (dt.: Autofinder) nutzen, um ihr Fahrzeug wiederzufinden. Dazu scannt man an seinem Parkplatz einen QR-Code ein. Beim Bezahlen am Kassenautomaten kann man sich dann den Weg zu seinem Auto zeigen lassen.

Beduftung auf der Toilette

Überhaupt wird beim Shopping-Erlebnis Analoges mit Digitalem verknüpft. Über Google Maps können Kunden eine Indoor-Navigation starten, zusätzlich gibt es auch einen Lageplan aus Papier. In einer App informieren die Betreiber über spezielle Angebote und Aktionen. Außerdem gibt es Virtual-Entertainment-Bildschirme und auf der Kundentoilette läuft nicht nur Musik, es gibt auch eine Multi-Sense-Beduftung.

Wie viele Kunden kommen?

Die Verantwortlichen gehen von einem theoretischen Einzugsgebiet von 1,45 Millionen Einwohner aus. Durchschnittlich 25.000 Besucher am Tag sind laut Harms realistisch. „Welche Bereiche wir wirklich anlocken werden, wird sich zeigen. Ich glaube aber, wir haben einen Grund geschaffen, um nach Bielefeld zu kommen“, sagt Latz. „So ein Center braucht eine Weile, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Zwei bis drei Jahren werden es sein, bis wir das Potenzial voll ausschöpfen können“, fügt Pressesprecher Christian Stramerjohanns hinzu. (Lesen Sie auch: Führt Shoppingcenter „Loom“ zu Geschäfts-Dopplungen in Bielefeld?)

Solange werden die Bauarbeiten nicht mehr andauern. Ende des Monats kann vermutlich der letzte Kran abgebaut werden. Am 26. Oktober wird dann eröffnet – ohne großes Brimborium drum herum. Zwar gebe es ein Rahmenprogramm. „Aber das Center an sich ist der Star“, sagt Latz.


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