Verdacht der Körperverletzung Haschkuchen an Rheiner Schule: Ermittlungen gegen Schüler

Gegen einen Schüler des Gymnasiums Dionysianum wird nun ermittelt. Foto: NWM-TVGegen einen Schüler des Gymnasiums Dionysianum wird nun ermittelt. Foto: NWM-TV

Osnabrück. Wegen des Verdachts der Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt die Staatsanwaltschaft Münster gegen einen Schüler aus Rheine. Der 18-Jährige soll Anfang April seinen Mitschülern und Lehrern einen Haschkuchen serviert haben.

Das gemeinsame Frühstück eines Erdkundekurses des Gymnasiums Dionysianum endete am 6. April mit einem Polizeieinsatz. Ein Kuchen unterbrach das morgendliche Zusammentreffen von 17 Schülern und ihrer Lehrerin. Was sich zunächst nach einer lustigen Geschichte anhört, brachte zwei Schüler, die Fachlehrerin und den Schulleiter ins Krankenhaus.

Schulleiter probierte das Gebäck

Wie die Staatsanwaltschaft Münster berichtete, hatte ein 18-jähriger Schüler einen Kuchen mit zum Frühstück gebracht. Nachdem die Schüler und ihre Lehrerin davon probiert hatten, klagten viele über Übelkeit. Einige sollen kaum ansprechbar gewesen sein. Als das Gebäck als Ursache in den Fokus rückte, der Schulleiter hinzukam und den 18-Jährigen zur Rede stellte, widersprach dieser dem Verdacht. Er habe keine Betäubungsmittel unter den Teig gemischt. Der Schulleiter probierte also selbst den Kuchen und klagte wenig später ebenfalls über Unwohlsein.

THC im Kuchen festgestellt

Nach dem Vorfall stellte die Polizei das Gebäck des Schülers für Untersuchungen sicher. Ein Gutachten der Rechtsmedizin Münster zeigt nun, dass sich in den Kuchenresten der Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) befand. Die Substanz zählt zu den psychoaktiven Cannabinoiden und wird aus Cannabis gewonnen. Zu den Ergebnissen und Vorwürfen äußerte sich der 18-jährige Tatverdächtige bislang nicht, berichtet die Polizei Steinfurt in einer Pressemitteilung. Für die Beamten sind die polizeilichen Ermittlungen damit abgeschlossen.

Ermittlungsakten bei Staatswaltschaft Münster

Anschließend wurden die Akten der Staatsanwaltschaft Münster übergeben. Diese ermittelt nun wegen Verdachts der Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gegen den 18-Jährigen.


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