Drei Obdachlose gerettet Mordkommission ermittelt nach Brandstiftung bei Bielefelder Tafel

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In Bielefeld wurde in der Nacht zum Montag eine gemeinnützige Einrichtung angezündet. Symbolfoto: Christoph AssiesIn Bielefeld wurde in der Nacht zum Montag eine gemeinnützige Einrichtung angezündet. Symbolfoto: Christoph Assies

pm/cob Osnabrück. In der Nacht zum Montag ist in Bielefeld eine gemeinnützige Einrichtung angezündet worden. Polizeibeamte retteten drei schlafende Wohnungslose aus einem angrenzenden Holzverschlag. Nun wurde eine Mordkommission eingerichtet.

Nach Angaben der Polizei Bielefeld wurde der Brand an den Räumen der Bielefelder Tafel an der Heeper Straße gegen 1.05 Uhr gemeldet. Als die alarmierten Polizeibeamten eintrafen, brannte die Eingangstür des gemeinnützigen Vereins.

Der Rauch breitete sich zudem in einem angrenzenden Holzverschlag aus, in dem sich drei stark alkoholisierte Wohnungslose zum Schlafen zurückgezogen hatten. Die Beamten evakuierten die Männer und übergaben sie den Rettungssanitätern vor Ort. Keiner der Männer wurde durch die Rauchentwicklung verletzt.

Benzinkanister gefunden

Die Polizei fand in der Nähe des Tatortes einen zum Teil geleerten Benzinkanister und geht davon aus, dass der Brand gewollt gelegt wurde. Aufgrund der anwesenden Personen bewerten Staatsanwaltschaft Bielefeld und Polizei die Tat zudem als versuchtes Tötungsdelikt. Eine elfköpfige Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.

Die Kriminalpolizei Bielefeld bittet Zeugen, die Angaben zu der Herkunft des 20 Liter Kanisters machen können, sich unter der 0521/545-0 bei der Polizei zu melden.

Die Polizeibeamten fanden in der Nähe des Tatortes einen zum Teil geleerten Benzinkanister. Foto: Polizei Bielefeld


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