Aus Warnbaken und Ast Erneut illegale Straßensperre in Bielefeld errichtet

So sah die Kreuzung aus, nachdem die Männer die Ampel zerstört hatten. Foto: Polizei BielefeldSo sah die Kreuzung aus, nachdem die Männer die Ampel zerstört hatten. Foto: Polizei Bielefeld

Bielefeld. Im Bielefelder Stadtteil Senne haben mehrere junge Männer am Ostersamstag eine Straßensperre aus Warnbaken und einem Ast errichtet. Dabei wurde das Auto eines 26-Jährigen beschädigt. Erst ein paar Tage zuvor hatten Unbekannte in einem anderen Stadtteil ebenfalls eine Straßensperre errichtet.

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, errichteten mehrere Männer bereits am Ostersamstag im Bielefelder Stadtteil Senne eine Straßensperre. Sie blockierten die Wilhelmsdorfer Straße mit Warnbaken und einem Straßenschild sowie einem Ast. Außerdem legten sie Kunststoffteile einer Ampel auf die Fahrbahn. Die Ampel hatten sie zuvor zerstört. Ein 26-jähriger Bielefelder, der um kurz nach zwei in der Nacht auf der Wilhelmsdorfer Straße unterwegs war, fuhr über den Kunststoff und beschädigte dabei die Front seines Autos. Der Ast hinderte den Mann an der Weiterfahrt.

Zwei Täter im Wald angetroffen

In einem angrenzenden Waldstück trafen die Polizisten auf zwei 19-jährige Bielefelder. Diese räumten ein, mit einer Kleingruppe auf der Wilhelmsdorfer Straße unterwegs gewesen zu sein. Die drei weiteren Männer im Alter zwischen 17 und 20 Jahren, die an der Tat beteiligt gewesen sein sollen, waren nicht mehr in der Nähe.

Ermittlungen führten noch in der Nacht zu einem 18-jährigen Haupttäter, der die Ampelanlage beschädigt haben soll. Die beiden 19-Jährigen sowie der 18-Jährige waren alkoholisiert. Derzeit sind Kriminalbeamte damit beschäftigt, die Details zu ermitteln. Sie schätzen den Gesamtschaden auf 4000 Euro.

Steinmauer auf Straße errichtet

Erst am Dienstag vor Ostern hatten Unbekannte im Bielefelder Stadtteil Babenhausen eine illegale Straßensperre errichtet – in Form einer Mauer aus 24 Pflastersteinen sowie einem Leitpfosten und mit Panzerband. Die Polizei sprach von einem „lebensgefährlichen Hindernis“. Ein Mann aus dem emsländischen Dörpen fuhr mit seinem Auto hinein. Er kam mit dem Schrecken davon.

Den oder die Täter hat die Polizei bislang noch nicht ermittelt, wie ein Sprecher unserer Redaktion auf Nachfrage sagt. Allerdings gehe man nicht davon aus, dass zwischen den beiden Taten einen Zusammenhang besteht.


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