Polizei zieht drei Führerscheine ein A30 bei Hiddenhausen: Erst Geisterfahrer, dann Pfefferspray-Attacke

Von Karsten Grosser

Auf der Autobahnabfahrt Hiddenhausen kam es offenbar zu einer Pfeffersprayattacke. Foto: NWM-TVAuf der Autobahnabfahrt Hiddenhausen kam es offenbar zu einer Pfeffersprayattacke. Foto: NWM-TV

Osnabrück. Erst ein Geisterfahrer, dann eine Pfefferspray-Attacke: Die Autobahn A30 bei der Anschlussstelle Hiddenhausen (Kreis Herford) war am Mittwochnachmittag Ort spektakulärer Verkehrsdelikte. Bilanz der Polizei: drei einkassierte Führerscheine.

Rund 40 bis 50 Notrufe gingen bei der Polizei Herford am Mittwochnachmittag gegen 14 Uhr ein. Grund: ein Geisterfahrer auf der Autobahn 30. Dieser hatte in einer Baustelle zwischen Löhne und Bünde offenbar die Orientierung verloren und fuhr nun auf der falschen Spur in Richtung Bad Oeynhausen. Nachdem die alarmierten Beamten erste Maßnahmen ergriffen hatten und die Autobahn abfuhren, stellten sie fest, dass der Falschfahrer die Autobahn in Hiddenhausen verlassen hatte. Da Zeugen sich das Kennzeichen gemerkt hatten, konnten die Polizisten schnell einen 83-Jährigen aus dem Kreis Herford als Verdächtigen ermitteln. Die Beamten stellten den Führerschein des Mannes sicher.

Blut und Führerscheine abgenommen

Wenig später wurden die Polizisten zum nächsten Einsatz an der Autobahnabfahrt Hiddenhausen gerufen. Ein 26-jähriger Mann und eine 31-jährige Frau waren dort aneinandergeraten. Ein Beamter sprach von „vorangegangenen Verkehrsdelikten“ und meinte damit so etwas wie Drängeln. Auf der Ausfahrt mussten beide Autofahrer offenbar verkehrsbedingt halten.

Was dann passierte, stellt sich derzeit noch als etwas vage dar. Laut Polizei habe es aber eine Pfefferspray-Attacke gegeben. Wer zuerst aus seinem Wagen gestiegen ist und wer das Spray benutzt hat, stehe noch nicht fest. Die Ermittlungen laufen.

Fakt jedoch: Am Ende waren zwei Personen leicht verletzt. Wegen des Verdachts auf Einnahme von Betäubungsmitteln wurde den Streithähnen Blut abgenommen. Aber nicht nur das: Auch die Führerscheine kassierte die Polizei ein. „Aggressionsdelikte zeugen von einer Nichteignung für den Straßenverkehr“, meinte ein Beamter mit einer gewissen Süffisanz in der Stimme.