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Kopf bei Inspektionsfahrt eingeklemmt Wie kam es zu dem tödlichen Arbeitsunfall im Phantasialand?

Ein langjähriger Mitarbeiter stirbt bei einem Arbeitsunfall im Phantasialand. Nun müssen Techniker rekonstruieren, wie das passieren konnte. Foto: dpaEin langjähriger Mitarbeiter stirbt bei einem Arbeitsunfall im Phantasialand. Nun müssen Techniker rekonstruieren, wie das passieren konnte. Foto: dpa

Osnabrück. Ein langjähriger Mitarbeiter des Phantasialands kommt bei einem Arbeitsunfall ums Leben. Bei der Inspektion einer Indoorachterbahn wird der 58-Jährige eingeklemmt. Nun soll der TÜV den Unfallhergang im Vergnügungspark rekonstruieren.

Für den heutigen Mittwoch stand eigentlich die jährliche TÜV-Prüfung der Indoor-Achterbahn „Winja‘s Fear&Force“ an. Techniker überprüfen dabei die Sicherheit des Fahrgeschäfts und geben es für die Parkbesucher frei, die ab dem 1. April wieder ins Phantasialand strömen. „Die TÜV-Prüfung ist jetzt erstmal gestrichen“, sagte André Kiese, Sprecher der Bezirksregierung Köln, unserer Redaktion.

„Er kannte das Fahrgeschäft eigentlich gut“

Das Arbeitsschutz-Dezernat der Behörde prüft, wie es zu dem tödlichen Arbeitsunfall in dem Brühler Vergnügungspark kommen konnte. Am Dienstagmorgen war ein 58-jähriger Mitarbeiter bei einer Inspektionsfahrt mit der entsprechenden Achterbahn eingeklemmt worden und gestorben. „Das war ein langjähriger Mitarbeiter, der das Fahrgeschäft eigentlich gut kannte“, bestätigte der Sprecher. Wie das Phantasialand mitteilte, handelte es sich bei der Kontrollfahrt „um eine Standardprozedur, die in dieser Art und Weise regelmäßig bei der Wartung durchgeführt wird.“

So viel weiß das Arbeitsschutz-Dezernat bisher: In der Indoor-Achterbahn werden die einzelnen Wagen, in denen die Besucher Platz nehmen, mit einer Hebeeinrichtung auf 16 Meter Höhe angehoben, bevor sie um 30 Grad gekippt und auf die Achterbahn-Spur gesetzt werden. Der Mitarbeiter hatte beim Hochfahren auf dem Dach dieser Hebeeinrichtung gestanden und Wartungsarbeiten vorgenommen. Dabei war sein Kopf eingeklemmt und gequetscht worden.

TÜV prüft Arbeitsunfall

Ob er den Unfall durch eine falsche Haltung selbst verursachte oder ob defekte Technik Schuld gewesen sein könnte, sollen nun Kriminalpolizei und der TÜV Rheinland rekonstruieren. Der TÜV wurde von der Bezirksregierung mit der Prüfung des Unfalls beauftragt.

„Wir sind von diesem Arbeitsunfall zutiefst erschüttert“, hieß es in der Mitteilung des Vergnügungsparks. Man sei sicher: Die Ursache des Arbeitsunfalls stehe in keinem Zusammenhang mit der Sicherheit der Attraktion und dem Besuch des Parks. Das Phantasialand soll regulär am 1. April seine Tore öffnen.


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