Vom Deutschen Tierschutzbüro Pelz-Polizei in Bielefeld und Münster unterwegs

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Bielefeld/Münster. Wer in der Innenstadt von Bielefeld und Münster in den vergangenen Tagen unterwegs war und eine Jacke mit Pelzkragen trug, der wird wahrscheinlich von der Pelz-Polizei des Deutschen Tierschutzbüros angesprochen worden sein.

„Wir wollen die Menschen informieren und vor allem sensibilisieren, dass sich auch Kunstpelz oft als Echtpelz entpuppt“, sagt Jan Peifer, Sprecher des Deutschen Tierschutzbüros, auf Nachfrage unserer Redaktion. Viele seien mittlerweile gegen Echtpelz, „die Verbraucher schauen aber oft nicht genau aufs Etikett und werden auch von den Herstellern getäuscht“.

Viele Hersteller aus China

In Deutschland gibt es bei Pelzen eine Kennzeichnungspflicht. Wenn eine Jacke aus einem echten Pelz besteht, muss im Etikett stehen „Dieses Produkt enthält Stoffe tierischen Ursprungs“. „Daran halten sich aber viele Hersteller nicht, weil sie beispielsweise aus China kommen und schlichtweg nicht wissen, dass in Deutschland diese Kennzeichnungspflicht gilt“, sagt Jan Peifer. In der Schweiz gelten schon wieder andere Kennzeichnungen, die viel detaillierter sein müssten und auch Angaben zur Haltung der Tiere enthielten.

Am besten gar keinen Pelz kaufen

Letztlich seien aber die Händler dafür verantwortlich, dass in ihren Geschäften keine Echtpelze verkauft werden, die nicht als solche erkennbar seien. „Das ist dann ein Verstoß gegen diese EU-Richtlinie und wird vermutlich mit einer Geldbuße bestraft“, sagt Peifer. Das Ziel der Pelz-Polizei sei aber nicht, Händler zu bestrafen, sondern Menschen aufzuklären.

„Wenn man sicher gehen will, dass keine Tiere getötet wurden, sollte man am besten gar keinen Pelz kaufen – auch keinen vermeintlich künstlichen“, rät Jan Peifer.


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