Streit in Rheine eskaliert Mann sticht 32-Jährigen ins Gesicht – Messer bleibt in Kopf stecken

Mit einem Messer stach der Angreifer den 32-Jährigen ins Gescicht. Dabei bleib die Messerspitze stecken. Symbolfoto: Ingo Wagner dpaMit einem Messer stach der Angreifer den 32-Jährigen ins Gescicht. Dabei bleib die Messerspitze stecken. Symbolfoto: Ingo Wagner dpa

Rheine. Ein Mann aus Rheine soll seinem 32-jährigen Bekannten nach einem Streit mit einem Messer ins Gesicht gestochen haben. Wie die Staatsanwaltschaft Münster mitteilt, steckte die vom Messer abgebrochene Spitze nach dem Angriff noch tief im Schädelknochen des Opfers.

Am vergangenen Sonntag hatte ein Oberarzt der Uniklinik Münster die Polizei über eine gefährliche Körperverletzung informiert. Laut Staatsanwaltschaft schilderte der verletzte 32-Jährige, dass ihm am Morgen des Sonntags, 25. November, ein Bekannter mit einem Messer unterhalb des linken Auges ins Gesicht gestochen habe. Bei dem Bekannten soll es sich um einen 27-jährigen Mann aus Rheine handeln.

Operation erforderlich

Erste Ermittlungen der Polizei hätten ergeben, dass der Angriff während eines Wortgefechts in der Wohnung des mutmaßlichen 27-jährigen Täters in Rheine erfolgte. „Eine vom Messer abgebrochene Spitze steckte nach dem Angriff tief im Schädelknochen des Opfers. Diese Verletzung machte eine Operation in einem Münsteraner Krankenhaus notwendig“, erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt.

Beschuldigter bereits zu drei Jahren Haft verurteilt

Am Dienstag, 27. November, habe dann ein Richter des Amtsgerichts Rheine Haftbefehl gegen den 27-jährigen Tatverdächtigen erlassen. Tags darauf nahm die Polizei den Mann fest. Das Gericht hatte den Beschuldigten bereits am 8. November wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Dem Beschuldigten wurde vorgeworfen, im Jahr 2015 eine andere Person mit einem Messer verletzt zu haben. Dieses Urteil ist jedoch nicht rechtskräftig, da der Beschuldigte Berufung eingelegt hat.

Mordkommission ermittelt

Im aktuellen Fall ermittelt aufgrund der Schwere der Tat nun die Mordkommission des Polizeipräsidiums Münster. „Der 27-jährige Beschuldigte hat sich in der polizeilichen Vernehmung nicht zu dem Tatvorwurf eingelassen“, erläuterte Kriminalhauptkommissar Holger Iltgen, der die Ermittlungen leitet. „Die Ermittlungen dauern an.“ Der 32-Jährige konnte am Montag, 28. November aus dem Krankenhaus entlassen werden.


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