Aufgetauchtes Schreiben ein Scherz Pornodreh im Studentenwohnheim in Münster?

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Osnabrück. Ein Pornodreh im Studentenwohnheim? Diese kuriose Nachricht haben Bewohner eines vom Studierendenwerk Münster betriebenen Wohnheims in ihren Briefkästen gefunden. Entsetzte Eltern können aufatmen: Es war nur ein Scherz.

„Liebe Mieter/Innen, in der Zeit vom 18.10.2016, 10:00 Uhr bis voraussichtlich 21:00 Uhr, stehen Ihnen die Gemeinschaftsräume nicht zur Verfügung. Diese sind für den Dreh eines Filmes extern vermietet worden. Da es sich um einen Film pornografischen Inhalts handelt, sind optische und akustische Beeinträchtigungen nicht auszuschließen“, heißt es in dem Schreiben, das an die Mieter des Studentenheims verteilt wurde und auch seinen Weg in die sozialen Medien fand. Das Schreiben trägt den Briefkopf des Studentenwerkes.

Studierendenwerk reagiert mit Schreiben

Wer sich möglicherweise schon auf dieses Ereignis gefreut hat, den musste das Studierendenwerk Münster enttäuschen: „Das stimmt nicht“, sagt Katrin Peter, Pressesprecherin des Studierendenwerkes. Die Mitarbeiter des Studierendenwerkes seien auf das Schreiben aufmerksam geworden und haben darauf reagiert. Da es sich augenscheinlich um einen Scherz handele, in einem entsprechenden Ton: „Wir danken dem Verfasser oder der Verfasserin für ihren interessanten und innovativen Vorschlag, neue Geldquellen für das Studierendenwerk zu generieren. Aber wir müssen Ihnen mitteilen, dass unser Sozialauftrag doch nicht so weit reicht. Wir bitten Sie daher, von weiteren Aktionen dieser Art abzusehen. Die Gemeinschaftsräume sind am 18.10. wie immer für alle Bewohner nutzbar.“

Entsetzte Reaktionen

Eltern einiger Mieter hätten auf die Ankündigung laut Peter nicht so locker reagiert: „Einige waren entsetzt.“ Nur wer sich das Schreiben genau angeguckt hat, hätte gemerkt, dass es sich dabei um einen Scherz handeln musste. Denn bei dem Briefkopf handelt es sich um den alten: „Wir heißen jetzt nicht mehr ‚Studentenwerk‘, sondern ‚Studierendenwerk‘“, sagt Peter. Deshalb steht im neuen Briefkopf auch „Studierendenwerk“.

Dieses Schreiben ist im Wohnheim verteilt worden und tauchte später auch auf der Internetseite www.schindluder.net/ auf. Foto: Screenshot noz.de/schindluder.net

Derzeit werde geprüft, wer das falsche Schreiben in Umlauf gebracht hat. Da dieses zuerst im Wohnheim aufgetaucht ist, „gibt es vielleicht eine Möglichkeit, dass wir es zurückverfolgen können“, so Peter.


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