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Summer Slide gut besucht Riesen-Wasserrutsche in Rheine sorgt für Abkühlung


Rheine. Abkühlung mit Spaß-Faktor: Über eine zweibahnige, 250 Meter lange Wasserrutsche surften hunderte Wasserrutschen-Fans am Wochenende im Sekundentakt abschüssige Catenhorner Straße am Waldhügel in Rheine hinunter.

Bei Temperaturen um 30 Grad kam das nasse Spektakel bei den Badegästen gut an: „Das Wetter ist spitze, die Wasserbahn ist super, absoluter Spaßfaktor“, sagte René (29) aus dem Rheiner Stadtteil Mesum. Die Jungen seiner Clique bestätigten das. Daumen hoch – und schon stellten sie sich für die nächste Schussfahrt an.

„Die Kinder sind begeistert, die finden das total toll“, sagte Dagmar (36) aus Rheine, Mutter von zwei Jungen im Alter von vier und sechs Jahren. „Der Große rutscht hier alleine, der Kleine mit seinem Papa.“ Und da der Vater mit dem Sohne, war dieser schier begeistert: „Ich bin hier mit einem Bodyboard runter - das geht ab. Das Wasser spritzt nach allen Seiten. Herrlich!“ Und Stefan (50) aus Spelle ist am Samstag gefühlte 20 Mal hinuntergerauscht: „Einfach geil“, lachte er und warf sich bäuchlings auf seinen Schwimmreifen für eine neue Schussfahrt.

250 statt 500 Meter Bahn

Die Superrutsche feierte in Rheine Premiere. Sie gehört dem Wallenhorster Eventveranstalter Jens Mehring, der rund 70000 Euro in Rutsche und Unterbau investiert hat. Nach seiner Kenntnis besitzt er damit die längste Wasserrutsche Europas. Bei der Premiere am Waldhügel wurden statt der 500 aber nur 250 Meter ausgelegt. „Verkehrstechnisch ließ sich das nicht anders lösen“, erläuterte Gastronom Florian Menke, der das feucht-fröhliche Spektakel in Rheine zusammen mit Mehring auf die Beine gestellt hat.

Die ganze Nacht von Freitag auf Samstag haben Menke und seine Leute, unterstützt von der Feuerwehr Rheine und vom Technischen Hilfswerk Rheine, die Rutsche auf der Catenhorner Straße aufgebaut. Die Straße am Fuße des Naturschutzgebietes Waldhügel hat ein Gefälle von rund sieben Prozent. Das Technische Hilfswerk Rheine (THW) stellte eine Pumpe zur Verfügung, die in einer Minute bis zu 5000 Liter Wasser auf die beiden Bahnen beförderte. Während der Veranstaltung am Samstag kümmerten sich THW-Truppführerin Annika Lühn und ihre Team um die Pumpe und um einen optimalen Wasserkreislauf. „Es funktioniert gut“, sagte Lühn am Samstagnachmittag.

Reger Betrieb bereits am Morgen

Das kostenlose Schnupperangebot von 8 bis 10 Uhr am Samstagmorgen sorgte bereits für regen Betrieb auf den beiden 250-Meter-Bahnen. Mittags und am Nachmittag mussten die Speedsurfer dann am Start auch schon mal Schlange stehen, wenn auch ohne allzulange Wartezeiten. Ob mit riesigen Schwimmreifen, neudeutsch Monster Truck Tubes genannt, Luftmatratzen, Bodyboards oder schlicht in Badehose - auf dem Wasserfilm glitten alle nach unten. Ganz pfiffige Ganzkörpersurfer präparierten ihre Haut vor dem Start noch mit einem Schuss Rapsöl - quasi eine Art Wasserrutschen-Tuning.

Keine Frage, beim Summer Slide war die Sahara-Hitze von Hoch „Gerd“ leicht zu ertragen. „Nach Schulnoten ist das hier definitiv eine Eins. Das macht Spaß, es ist etwas Besonderes“, sagte die 14-jährige Lisa. „Wir sind bei gutem Wetter im kommenden Jahr wieder dabei“, orakelten Marie (15) und Hannah (14).

Wiederholung in 2017 unklar

Dabei ist ungewiss, ob der Summer Slide in Rheine wiederholt wird. Menke kam am Samstagabend nämlich zu einem gemischten Fazit. Einerseits: „Das Wetter ist perfekt, die Bahn funktioniert, es kommt genug Wasser an, die Rutschfläche ist schön glatt, die Leute schießen in Schussfahrt hinab, sie haben Spaß.“ Andererseits: „Der Arbeitsaufwand für die Wasserrutsche ist wahnsinnig hoch. Nach der Straßensperrung am Freitagabend hat allein der Aufbau der Rutsche mehr als acht Stunden gedauert.“ Vor allem das Verlegen der Gummimatten, die unter der Rutsche liegen, hätte viel Arbeitszeit gekostet. Menke würde als Veranstalter wohl nur dann noch einmal auftreten, wenn man die Bahn an einem langen Wochenende über drei oder vier Tage betreiben könnte.


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