Landesweiter Blitzmarathon Wie lief der Blitzmarathon bei unseren Nachbarn in NRW?

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Unsere Nachbarn in Nordrhein-Westfalen mussten beim Blitzmarathon auf die Bremse drücken. Nun hat die Polizei die Ergebnisse des Blitzmarathons bekannt gegeben. Foto: Ralf Hirschberger/dpaUnsere Nachbarn in Nordrhein-Westfalen mussten beim Blitzmarathon auf die Bremse drücken. Nun hat die Polizei die Ergebnisse des Blitzmarathons bekannt gegeben. Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Osnabrück. In Niedersachsen ist der landesweite Blitzmarathon am Donnerstag ausgefallen. Unsere Nachbarn in Nordrhein-Westfalen hingegen mussten auf die Bremse drücken. Nun hat die Polizei die Ergebnisse des Blitzmarathons bekannt gegeben.

Beim landesweiten Blitzmarathon machte die Polizei wieder Jagd auf Raser. Während in Niedersachsen der Blitzmarathon ausfiel, waren in Nordrhein-Westfalen rund 2200 Polizisten im Einsatz, um Geschwindigkeitsverstöße zu ahnden und Verkehrsteilnehmer auf eine verantwortungsvolle Fahrweise aufmerksam zu machen. Auch bei unseren Nachbarn in Bielefeld, Steinfurt und Münster waren Beamte im Einsatz.

Mit 103 km/h in 50er-Zone unterwegs

Rund 10.000 Fahrzeuge wurde nach Informationen der Polizei Bielefeld in deren Stadtgebiet kontrolliert. Ein Verwarnungsgeld oder Ordnungswidrigkeiten steckten 363 Fahrzeugführer ein. Den gefährlichsten Rekord stellte ein Fahrer an der Wertherstraße auf. Er fuhr mit 103 km/h bei vorgeschriebenen 50 km/h in der geschlossenen Ortschaft. Ihn erwarten nun ein Bußgeld von 280 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot von zwei Monaten.

Im Bielefelder Autobahngebiet wurden mehr als 63.000 Fahrzeuge überprüft. Nach dem Blitzmarathon werden hier 864 Fahrer belangt, 24 von ihnen müssen mit einem Fahrverbot rechnen. Mit einer Überschreitung von 57 km/h waren dabei zwei Fahrer auf der A2, Höhe Porta Westfalica und Bielefeld, unterwegs. Dafür werden zwei Punkte in Flensburg, 240 Euro und ein einmonatiges Fahrverbot fällig.

Hände am Steuer und am Handy

Darüber hinaus erwischten die Beamten in Bielefeld sieben Fahrer mit ihrem Handy am Steuer. Drei von ihnen wurden im Stadtgebiet, die vier anderen auf der Autobahn angehalten.

Defensives Fahren im Kreis Steinfurt

325 von 8478 Fahrern wurden im Kreis Steinfurt von der Polizei geblitzt. Dabei wurde vom Großteil der geblitzten Fahrer die Geschwindigkeit um nicht mehr als 20 Stundenkilometer überschritten. Trotz der defensiven Fahrweise vieler Verkehrsteilnehmer an diesem Tag, wurden auch Raser von den Beamten erwischt. Innerhalb der geschlossenen Ortschaft lag der Rekord eines Autofahrers bei 88 Stundenkilometern. Auf der B 219 in Greven wurde der Höchstwert erreicht. In dieser 70km/h-Zone blitzte die Polizei einen Fahrer mit einer Geschwindigkeit von 111 Stundenkilometern.

38.861 Fahrzeuge im Münsterland überprüft

Im Stadtgebiet Münster und den umliegenden Autobahnen kontrollierten die Beamten die meisten Fahrzeuge. Von 38.861 Fahrzeuge verstießen 1427 gegen die Geschwindigkeitsvorschriften. Während in der Stadt Münster 461 von 19.546 überprüften Fahrzeugen mit einem Bußgeld rechnen müssen, wurden auf den Autobahnen von 19.315 Verkehrsteilnehmern 966 geblitzt.

Besonders rücksichtslos fuhr dabei ein Fahrer über die Altenberger Straße. Er war in der 100 km/h-Zone mit 174 Stundenkilometern unterwegs und muss nun ein Bußgeld von 600 Euro zahlen. Zudem erwarten ihn zwei Punkte in Flensburg und ein dreimonatiges Fahrverbot. Ebenfalls überschritt ein Fahrer in der Hammer Straße das Tempolimit massiv. In der 50 km/h-Zone wurde er mit 108 km/h geblitzt. Nun muss er für drei Monate seinen Führerschein abgeben, 480 Euro Strafe zahlen und erhält zwei Punkte in Flensburg.

Neun Fahrer waren nicht angeschnallt

Auch in der Region Münster wurden Fahrer mit ihren Handys am Steuer erwischt. 14 Fahrer erhalten nun einen Punkt und ein Bußgeld. Neun weitere Verwarnungsgelder wurden gegen Fahrer erhoben, die nicht angeschnallt waren.

Der Blitzmarathon in Nordrhein-Westfalen gehört seit sechs Jahren zur Strategie des Landes für mehr Verkehrssicherheit. Im Oktober 2013 wurde dieser bundesweit zum ersten Mal durchgeführt.


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