20000 Euro Schaden Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft bei Borken

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Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Symbolfoto: Michael GründelDie Feuerwehr konnte den Brand löschen. Symbolfoto: Michael Gründel

epd/pm Borken/Münster. Auf eine gerade fertiggestellte Asylbewerberunterkunft im münsterländischen Raesfeld ist am Sonntagabend ein Brandanschlag verübt worden. Ein unbekannter Täter schüttete Brandbeschleuniger in das noch unbewohnte Gebäude und legte Feuer, wie die Staatsanwaltschaft Münster und die Polizei am Montag mitteilten.

Nach Angaben der Polizei schlug der Täter ein Fenster der stillgelegten Gaststätte ein, die gerade als Unterkunft umfunktioniert wurde und bezugsfertig war. Anschließend schüttete er Brandbeschleuniger in dem Gebäude aus und zündete diesen an. Eine Zeugin sah einen Mann auf dem Fahrrad fliehen und alarmierte die Polizei, als sie den Brand bemerkte. Die Feuerwehr löschte den Brand.

Nach Polizeiangaben entstand ein Sachschaden von rund 20000 Euro. Die Staatsanwaltschaft geht von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus: „Wir müssen von einem fremdenfeindlichen Hintergrund ausgehen, da im Vorhinein bekannt war, dass dort demnächst Flüchtlinge untergebracht werden“, sagte Oberstaatsanwalt Heribert Beck am Montag. Die Abteilung Staatsschutz des Polizeipräsidiums Münster ermittelt.

Erst am frühen Samstagmorgen hatten Unbekannte einen Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft in Ascheberg nahe Münster verübt.


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