Bauarbeiten können weitergehen A-30-Nordumgehung in Bad Oeynhausen erst 2018 fertig

Gewohntes Bild: Stau im Zentrum von Bad Oeynhausen. Erst 2018 soll die Nordumgehung, die die Verkehrssituation entlasten soll, komplett fertig sein. Foto: David EbenerGewohntes Bild: Stau im Zentrum von Bad Oeynhausen. Erst 2018 soll die Nordumgehung, die die Verkehrssituation entlasten soll, komplett fertig sein. Foto: David Ebener

Osnabrück. Am letzten Bauabschnitt der A-30-Nordumgehung in Bad Oeynhausen können die Arbeiten bald endlich beginnen. Ein Rechtsstreit über die Vergabe der Arbeiten zwischen dem Landesbetrieb Straßen NRW und einer Firma hatte diese verzögert. Jetzt hat der Bund der Vergabe zugestimmt. Vor 2018 wird der Lückenschluss zur A2 jedoch nicht komplett fertig sein.

Den Zuschlag für die 15 Millionen teuren Arbeiten am Löhner Kreuz erhält die Firma Bunte. Weil noch Formalitäten geklärt werden müssen, wird der Landesbetrieb Straßen NRW den Auftrag voraussichtlich im Februar vergeben. Straßen NRW hofft, dass die Bauarbeiten am vierten und letzten Abschnitt der A-30-Nordumgehung in Bad Oeynhausen, die die A30 mit der A2 verbinden soll, im Frühjahr beginnen können. „Vorher müssen noch die Bauzeitenpläne erstellt werden“, sagt Sven Johanning von Straßen NRW.

Ursprünglich sei geplant gewesen, die Strecke bereits Ende 2016 für Autofahrer freizugeben. Wann es nun so weit sein wird, könnte sich im März herauskristallisieren. Wegen eines Gerichtsverfahrens hatten sich die Arbeiten um ein Jahr verzögert. „Das wird schwer aufzuholen“, sagt Johanning. Man rechne damit, dass die Bauarbeiten inklusive der Beböschung etwa drei Jahre dauern werden.

Rechtsstreit vor dem OLG

In dem Rechtsstreit hatte die Firma geklagt, die jetzt den Zuschlag erhalten hat. Grund war ein Ausschluss vom Vergabeverfahren. Straßen NRW hatte diesen damit begründet, dass der Bauunternehmer widersprüchliche Angaben zum Umfang von Leistungen anderer Unternehmer in seinem Angebot gemacht hatte. Ende Oktober entschied das Oberlandesgericht Düsseldorf, dass der Ausschluss nicht rechtens sei. Nach der Neubewertung der Angebote fiel die Wahl auf die Firma Bunte, die bereits zuvor vorne lag.

„Das war eine wichtige Entscheidung für Auftraggeber und Auftragnehmer, inwieweit auch nach Angebotsabgabe noch über Details verhandelt werden kann“, sagt Sven Johanning von Straßen NRW.

Andere Arbeiten im Zeitplan

Ob durch die Verzögerung der Arbeiten an dem rund 200 Millionen Euro teuren Projekt Mehrkosten für den Landesbetrieb entstanden sind, könne man derzeit noch nicht sagen, so Johanning.

Mit den Arbeiten an den drei anderen Bauabschnitten liege man derweil im Zeitplan. „Die sind so gut wie fertig“, sagt Johanning. Im Frühjahr soll die Umgehung, die auf den Zubringer zur A2 führt, an die Nordumgehung angepasst werden.


Die A-30-Nordumgehung in Bad Oeynhausen soll eine wichtige Verkehrsachse entlasten: Wer derzeit von der A30 auf die A2 oder umgekehrt fahren möchte, muss sich durch Bad Oeynhausen quälen. Rund 40000 Fahrzeuge fahren im Schnitt täglich durch die Stadt. Vor allem im Berufsverkehr staut es sich dort täglich. Die Nordumgehung soll Autofahrern zu den Stoßzeiten eine Zeitersparnis von etwa 20 bis 30 Minuten bringen.

Mit der neuen Strecke soll auch die Unfallzahl verringert werden. In den vergangenen acht Jahren hat es auf dem viel befahrenen Abschnitt über 1600 Unfälle gegeben.

Das Großprojekt kostet insgesamt rund 200 Millionen Euro.

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