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Ermittler: Suizid Nach Explosion in Pr. Oldendorf: Schussverletzung am Kopf festgestellt


Preußisch Oldendorf. Die verheerende Explosion eines Wohnhauses in Preußisch Oldendorf ist nach Ansicht der Ermittler auf Selbstmordabsichten des Hausbesitzers zurückzuführen.

Der 41-Jährige dürfte die Explosion vorsätzlich herbeigeführt haben, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Freitagabend mit. Für einen Suizid sprächen mehrere Abschiedsbriefe und entsprechende Ankündigungen im persönlichen Umfeld.

Bei der Obduktion der Leiche wurde eine Schussverletzung am Kopf festgestellt. „Bei der Obduktion stellten die Gerichtsmediziner eine Schussverletzung am Kopf des Toten fest. Trotzdem gehen die Staatsanwaltschaft Bielefeld und die Ermittler der Kriminalpolizei Bielefeld aufgrund der Gesamtumstände von einem Suizid aus“, heißt es in einer Mitteilung von der für den Fall zuständigen Staatsanwältin Stefanie Jürgenlohmann. „Zuvor dürfte er die Explosion vorsätzlich herbeigeführt haben“, so Jürgenlohmann weiter.

Keinen Waffenschein besessen

Die Polizei hält es für unwahrscheinlich, dass die Waffe noch in den Trümmern der am Mittwoch völlig zerstörten Doppelhaushälfte gefunden wird. Durch die enorme Hitze dürfte sie bis zur Unkenntlichkeit verschmolzen sein. Da der gestorbene Hausbewohner keine Waffenerlaubnis besaß, ist noch unklar, woher die Waffe gekommen war.

Am Mittwochmittag hatte eine heftige Explosion die Doppelhaushälfte im Stadtteil Bad Holzhausen völlig zerstört. Ein im Obergeschoss wohnendes Paar (25 und 26 Jahre alt) war zu der Zeit nicht anwesend. Unmittelbar nach der Detonation gelang es einem Ehepaar, mit seinen vier Kindern wohlbehalten aus der anderen Doppelhaushälfte herauszukommen, die stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Weitere Häuser der Siedlung wurden beschädigt. Vier Anwohner wurden von Einsatzkräften wegen eines leichten Schocks behandelt.


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