Aus nach mehr als 15 Jahren Diskothek Aura in Ibbenbüren schließt – Warum?

Von Jörg Sanders

Blick ins Aura. Archivfoto: Egmont SeilerBlick ins Aura. Archivfoto: Egmont Seiler

Ibbenbüren. Die Disco Aura in Ibbenbüren schließt nach mehr als 15 Jahren. Am 15. August findet die Abschlussparty statt. Warum ist dann Schluss?

Am Samstag, 15. August, verabschiedet sich das Aura mit einer Party. „Nach über 15 Jahren ist auch irgendwie die Müdigkeit eingetreten“, sagt Inhaber Hans Bernhard Pikkemaat. Nicht nur bei seiner Geschäftsführerin, die vor einem halben Jahr gegangen war, sei das so gewesen. „Daher sagen wir mit einem tränenden Auge good bye“, sagt Pikkemaat. Lust, sich eine neue Mannschaft aufzubauen, habe er nicht mehr gehabt.

Arbeitsplätze gingen durch die Aura-Schließung nicht verloren, versichert Pikkemaat. Alle hätten eine neue Beschäftigung – entweder bei ihm oder woanders. Pikkemaat betreibt neben dem Aura vier weitere Diskotheken.

Was folgt?

Noch ungewiss sei die künftige Nutzung des Aura, versichert der 60-Jährige, dem die Immobilie gehöre. Event- oder Paintballhalle, kulturelles Zentrum oder womöglich wieder einer Disco? Derzeit sei alles möglich, sagt er. Er stünde mit potenziellen Mietern in Verhandlungen. „Ich ziehe mich da jedenfalls ganz raus.“

Pikkemaat blickt stolz zurück: Alle großen DJs wie Sven Väth und Westbam hätten auf seiner Bühne gestanden. Eigenen Angaben zufolge feierte Pikkemaat mehr als 3000 Parties in 15 Jahren mit mehr als sieben Millionen Gästen. „Wir hatten eine schöne Zeit, aber alles hat sein Ende“, sagt Pikkemaat. Am 15. August eben. „Über eine Dekade lang sind wir eine der erfolgreichsten Discos in Deutschland gewesen“, sagt Pikkemaat. Bei der Loveparade sei er mit einem eigenen Wagen dabei gewesen. 2001 bekam er den Discothekenunternehmerpreis vom Bundesverband deutscher Diskotheken und Tanzbetriebe (BDT).