Tödlich verunglückt Vermisste aus Bünde: „Ein schreckliches Ende“

Von Sven Kienscherf


Osnabrück. Es war das traurige Ende einer Suchaktion, die zwischenzeitlich weit über die Grenzen der Region hinaus die Menschen bewegte. Begonnen hatte alles als Partynacht vom 1. auf den 2. November.

Bis zuletzt hatten Freunde und Familie der Vermissten gehofft, dass die jungen Männer wieder unversehrt auftauchen. Acht Tage lang blieben sie wie vom Erdboden verschluckt. Am Dienstagmorgen dann die Gewissheit: Die beiden Männer sind tot.

Die Freunde sind gemeinsam in dem Wagen gestorben, der einem von beiden gehörte. Verunglückt bei einem Autounfall an der Lübbecker Straße in Herford, wo sie am Dienstagmorgen von der Polizei entdeckt wurden. Die beiden hatten sich mehr als eine Woche zuvor am Wochenende in der Bündener Diskothek Wilhelmshöhe verabredet, wo sie bis zum Sonntagmorgen gemeinsam feierten.

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Von da aus wollten sie noch nach Melle, in den Club Naava. Sie wollten weiter Party machen, so erzählten sie es Bekannten. Gemeinsam liefen sie von der Disco Wilhelmshöhe aus zum Elternhaus des Bündeners. Dort stand der Wagen des 25-Jährigen, ein blauer Ford Puma. Das Haus liegt nur wenige hundert Meter von der Diskothek entfernt. Zuletzt wurden sie von einer Bekannten um 6.45 Uhr an der Holzhauser Straße gesehen.

Lebenslustiger junger Mann

Der junge Mann aus Bruchmühlen galt als lebenslustiger und zuverlässiger junger Mann. Der 24-Jährige lebte zusammen mit seiner Familie. In Bissendorf machte er eine Ausbildung zum Automobilkaufmann, in Osnabrück besuchte er die Berufsschule. Seinen Freund aus Bünde kannte er noch aus Schulzeiten. Zwischenzeitlich war der Kontakt zwischen den beiden etwas abgeflaut.

Seitdem der Bündener und seine Freundin sich getrennt hatten, hatten die beiden Männer wieder mehr miteinander zu tun. Der junge Mann aus Bruchmühlen wollte seinen Freund aufbauen, so sagen es Angehörige. Wohl auch deshalb verabredeten sich die beiden zum Feiern. Der Bündener war nach der Trennung zunächst wieder zu seiner Familie nach Bünde gezogen. Er arbeite als Mechatroniker. Seine Familie schildert ihn als eher ruhigen Typen und ebenfalls sehr zuverlässig.

Hunderte Menschen nehmen Anteil

An dem Schicksal der jungen Männer nahmen hunderte Menschen teil. Bei Suchaktionen, zu denen Freunde aufriefen, halfen zeitweise rund 150 Menschen. Die Freunde der beiden waren schon früh aktiv geworden: Kurz nach dem Verschwinden legten sie eine Facebook-Seite an , über die sie nach den beiden suchten.

Hunderte Male wurden Berichte über das Verschwinden und die Suche nach den beiden geteilt, unter anderem auf der Facebook-Seite der Neuen Osnabrücker Zeitung . Nachdem der Tod der beiden jungen Männer bekannt geworden war, drückten viele Menschen ihre Anteilnahme über die Kommentarfunktion aus. Ein Nutzer schreibt: „Wie schrecklich, mein Beileid an Familie und Freunde. Ein schreckliches Ende.“