Polizei musste einschreiten Laubbläser-Einsatz löst Massenschlägerei aus

Von Hermann Schnitzler

Eine Auseinandersetzung um ein aufgewirbeltes Steinchen endete mit mehreren Anzeigen. Archivfoto: Jörn MartensEine Auseinandersetzung um ein aufgewirbeltes Steinchen endete mit mehreren Anzeigen. Archivfoto: Jörn Martens

Osnabrück. Ein durch einen Laubbläser aufgewirbeltes Steinchen hat für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt. Wie die Polizei Anfang der Woche mitteilte, meldete ein Anrufer in Eschweiler bei Aachen eine schwere Schlägerei mit über 100 Beteiligten, einige von ihnen sollten mit Kettensägen, Mistgabeln und Baseballschlägern bewaffnet sein. Die Polizei schickte sofort acht Streifenwagen zum Einsatzort. Doch der Einsatz verlief anders als erwartet.

Der Anrufer bezeichnete die Auseinandersetzung sogar als „Massaker“. Als die Polizei den Einsatzort am Samstagnachmittag erreichte, konnte die Situation recht schnell beruhigt werden. Trotz Bewaffnung durch Sägen, Heckenscheren, Mistgabeln, Baseballschlägern, Golfschlägern und Rechen schafften die Polizisten es recht schnell, deeskalierend auf die Kontrahenten einzuwirken.

Hergang wurde schnell ermittelt

Laut Polizei war der Auslöser der Schlägerei schnell gefunden: Landschaftspfleger waren dabei, heruntergefallenes Laub mit einem Laubbläser zusammenzublasen. Dabei wurde ein kleines Steinchen gegen ein geparktes Auto gewirbelt. Der Besitzer des Autos regte sich so sehr darüber auf, dass sich Nachbarn und Passanten einmischten. Die lautstarke Diskussion eskalierte, als sich die Beteiligten mit Gartengeräten bewaffneten und aufeinander losgingen.

Eine Person verletzt

Bei der Auseinandersetzung unter den letztlich doch „nur“ 40 Personen wurde eine Person von einer Leiter verletzt. Laut Polizeibericht erlitt das Opfer Kopfverletzungen, als die Leiter zweckentfremdet als Waffe eingesetzt wurde. Die Polizei leitete mehrere Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Nötigung ein. Zuletzt wurde den Landschaftspflegern empfohlen, „die Arbeiten im Bereich der Gutenbergstraße einzustellen und den Bereich zu verlassen.“