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Insassen identifiziert Maximilian und Alexander sind tot – Unfall bei Herford

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meba/ski Osnabrück/Herford. Die beiden vermissten jungen Männer Maximilian K. und Alexander K. sind tot. Sie kamen bei einem Autounfall zwischen Bünde und Bielefeld ums Leben. Ihr Wagen wurde am Dienstag in einem dichten Waldstück bei Herford gefunden.

Von Sven Kienscherf (Herford) und Meike Baars

Das Fahrzeug der zwei jungen vermissten Männer aus Bünde und Bruchmühlen wurde abseits der Straße im Grenzgebiet zwischen Herford und Bielefeld gefunden, teilte die Polizei in Bielefeld am Dienstagmittag mit. Einem Beamten der Autobahnpolizei war an der Lübbecker Straße durch Zufall ein abgeknicktes Verkehrsschild aufgefallen – allerdings schon am Montag.

Am Dienstag überprüfte ein Streifenwagen die Stelle. Bei der Suche auf dem angrenzenden Gelände wurde der blaue Ford Puma in einem Waldstück gefunden. In dem Wagen befanden sich zwei leblose männliche Insassen. Inzwischen sind sie identifiziert. Es handelt sich um die beiden vermissten Maximilian K. und Alexander K. Die Polizei informierte die Angehörigen.

In Wald geschleudert

Der Unfall ereignete sich an einer langgezogenen Linkskurve. Maximilian K. und Alexander K waren offenbar aus Bünde kommend in Richtung Bielefeld unterwegs. Warum das Auto der beiden Männer nach rechts von der Straße abkam, muss die Polizei noch untersuchen. Nach dem Zusammenprall mit dem Straßenschild, wurde der Wagen von der Böschung aus in ein dichtes Waldstück geschleudert. Von der Lübbecker Straße aus ist die Mulde kaum einzusehen. Am Nachmittag begann die Bergung des Unfallwagens. Die beiden Insassen sollen in der Gerichtsmedizin untersucht werden. Danach soll es Informationen über die Todesursache geben. Auch steht noch nicht fest, wann genau sich der Unfall ereignete.

Hubschraubersuche ohne Ergebnis

Die von der Polizei in den vergangenen Tagen eingesetzten Suchhubschrauber hatten das verunglückte Auto wegen des dichten Waldes nicht entdecken können. An der Lübbecker Straße hat es in den vergangenen zehn Jahren sechs Unfälle gegeben. Keiner von ihnen war tödlich. Für die Polizei ist die Stelle damit kein Unfallschwerpunkt.

Bisher war ein Handy-Signal die letzte Spur der beiden vermissten jungen Männer aus Bünde und Bruchmühle gewesen. Ein Funkmast bei Lemgo hatte das Signal zwölf Stunden nach ihrem Verschwinden aufgezeichnet. Es stammte aus dem Handy von Maximilian K.

Hundertschaft im Einsatz

Am heutigen Dienstag durchkämmte eine Hundertschaft der Polizei das Industriegebiet bei Lemgo. 40 Beamte waren im Einsatz. Außerdem setzte die Ermittlungskommission einen Hubschrauber ein.

Zeitgleich zur Suche gab es den Hinweis auf das blaue Fahrzeug. Der Fundort liegt 30 Kilometer von dem Bereich entfernt, den die Hundertschaft durchkämmte.

Maximilian K. und Alexander K. waren am Sonntagmorgen vor einer Woche nach einer Diskonacht das letzte Mal gesehen worden. Ihre Familien hatten sie als vermisst gemeldet. Mehrere Suchaktionen blieben ohne Erfolg.

Auf Facebook wurde die Nachricht vom Tod der beiden jungen Männer hundertfach geteilt. Auf einer Gemeinschaftsseite des Netzwerks, die die Angehörigen für die Suche nach Maximilian K. und Alexander K. ins Leben gerufen hatten, sammelten sich Hunderte Beileidsbekundungen.


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