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Außergewöhnlicher Krippenweg Holzstall für den Schultenhof

<em>Das Handwerkerteam </em>des Mettinger Heimatvereins zimmerte eine Holzkrippe. Futterkrippe, Stern, Maria, Josef, Ochs, Esel und Schafe aus Mehrschichtplatten steuerte die Firma Schemberg bei. Foto: Dietlind EllerichDas Handwerkerteam des Mettinger Heimatvereins zimmerte eine Holzkrippe. Futterkrippe, Stern, Maria, Josef, Ochs, Esel und Schafe aus Mehrschichtplatten steuerte die Firma Schemberg bei. Foto: Dietlind Ellerich

Mettingen. Die Heilige Familie in Kleidern aus dem Plastikmüll unserer Wegwerfgesellschaft? Wer in diesen Tagen von der Neuenkirchener Straße aus ins Tüöttendorf hineinfährt, trifft vor dem Parkplatz des Comenius-Kollegs auf eine recht ungewöhnliche Krippe. Die Station 49 des Mettinger Krippenwegs zeigt Maria, Josef und das Kind in der Krippe in bunten Outfits aus Schokoladen- und Bonbonpapier, glitzernden Aludosendeckeln und Plastiktütenschnipseln.

Nicht zufällig steht das Kunstwerk frei nach dem Motto „Müllkrippe statt Müllkippe“ auf dem Gelände des Kollegs. Machen doch die Mitarbeiter des Instituts für Brasilienkunde schon seit Jahrzehnten auf die sich immer weiter öffnende Schere zwischen Arm und Reich nicht nur in Brasilien aufmerksam, wie die Hinweistafel verrät.

Die Müllkrippe sei der Hingucker schlechthin, weiß Mechthild Frehe. Sie organisiert den siebten Mettinger Krippenweg gemeinsam mit ihren Kolleginnen Annette Nagelmann-Knuf und Rabea Eßlage. Die Müllkrippe ist eine von 77 Krippen an 65 Stationen, die unter dem Motto „Wir folgen dem Stern“ durch das vorweihnachtliche Mettingen führen.

Ein echter Höhepunkt ist auch die 4,30 mal 2,30 Meter große Installation am Haupthaus des Schultenhofes. Der Stall aus Fichten- und Tannenholz wurde vom Handwerkerteam des Heimatvereins unter der Leitung von Hubert Imsieke gebaut. Für die Futterkrippe, den Stern, Maria, Josef, Ochs, Esel und Schafe aus Mehrschichtplatten zeichnet die Firma Schemberg verantwortlich. Insgesamt sechs Wochen lang wurde an der großen Krippe geplant und gebaut, wissen die Männer vom Heimatverein. Jede Menge Spaß und Zuschauer hatten sie, als sie letzte Hand an die Krippe legten.

Die Tierfiguren, die sie nicht am Schultenhof unterbringen konnten, sind nun im leer stehenden Schlecker-Ladenlokal an der Landrat-Schultz-Straße zu bewundern.

Es gehe nicht um die schönste Krippe, machen die Organisatorinnen deutlich. Ihnen sei es wichtig, eine breite Vielfalt an Darstellungen zu präsentieren. Der Mettinger Krippenweg ist auch in diesem Jahr wieder mit einem Gewinnspiel verbunden. Man braucht nur dem Weg in chronologischer Reihenfolge zu folgen, jeweils den oder die an den Stationen versteckten Buchstaben einzutragen und den Flyer mit dem richtigen Lösungsspruch bis zum 7. Januar 2013 in die Losbox im Eingang des Hauses Telsemeyer oder in den Briefkasten der Touristinfo zu werfen. Schon hat man die Chance, einen der vielen attraktiven Preise zu gewinnen.

Die Krippen sind noch bis zum 6. Januar in den Schaufenstern und den Außenanlagen zu sehen.


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