Erstes 380-KV-Erdkabel Bezirksregierung genehmigt 380-kV-Trasse bei Raesfeld

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Die geplante Höchstspannungsleitung zwischen Wesel und Meppen ist umstritten. Foto: dpaDie geplante Höchstspannungsleitung zwischen Wesel und Meppen ist umstritten. Foto: dpa

pm/wie Münster. Die Bezirksregierung Münster hat den Plan für den Bau der 380-kV-Höchstspannungsleitung von Wesel bis Meppen im Abschnitt Bredenwinkel bis Borken-Süd festgestellt. Damit darf die RWE-Tochter Amprion die Leitung in der Gemeinde Raesfeld vom Punkt Bredenwinkel bis zum Punkt Borken-Süd bauen und betreiben. Rund 7,5 Kilometer sollen als 380-kV-Freileitung und - erstmalig in NRW - 3,5 Kilometer als Erdkabel gebaut werden.

Der Teilabschnitt ist einer von bundesweit vier Erdkabelpilotprojekten nach den Vorgaben des Energieleitungsausbaugesetzes. Für den nun festgestellten Planabschnitt musste sich die Bezirksregierung mit einer Reihe von Einwendungen beschäftigen. Das Spektrum reichte von der technischen Ausführung der Höchstspannungsleitung - ob Drehstrom oder Gleichstromübertragung, über den großräumigen Trassenverlauf von Nordrhein-Westfalen nach Niedersachsen, die Länge der eingesetzten Erdverkabelung und die Feintrassierung von Erdkabel- und Freileitungsabschnitten bis hin zu den vertretbaren Immissionen durch elektrische und magnetische Felder.

In der Umweltverträglichkeitsprüfung seien mit Beteiligung der Öffentlichkeit, Behörden und Verbänden alle Einwendungen, Stellungnahmen und Anregungen sorgfältig geprüft und abgewogen worden, so die Bezirksregierung. Beteiligt waren 40 Behörden und Träger öffentlicher Belange, Vertreter der Bürgerinitiative Pro Erdkabel NRW sowie 24 Privatleute.

Am 14. September 2011 hatte die Amprion GmbH die Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens bei der zuständigen Bezirksregierung Münster beantragt. Begründet wurde die Notwendigkeit mit der verstärkten Einspeisung durch Windenergieanlagen und konventionellen Kraftwerken in Norddeutschland. Insgesamt wird die Trasse für die vier notwendigen 380-KV-Kabelstromkreise rund 23 Meter breit sein. In der Bauphase erwartet der Kreis Borken eine Trassenbreite von rund 42 Metern.

Gegner der Trasse könne den Feststellungsbeschluss noch vor dem Oberverwaltungsgericht anfechten.


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