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Am 1. Oktober um 19 Uhr Dieter Attig in Ibbenbüren: Grüne laden zum „Pionier der Bioenergienutzung“ ein

Dieter AttigDieter Attig

Lotte/Ibbenbüren. Die Bestrebungen von sieben Kommunen im Tecklenburger Land, die Strom- und Gasnetze selber zu übernehmen, finden auch die Unterstützung der Grünen und des Kommunalbündnisses Recke. Mit der öffentlichen Veranstaltung „Energiewende vor Ort – Eigene Stadtwerke für unsere Region!“ wollen sie am Montag, 1. Oktober, ab 19 Uhr in der Schauburg in Ibbenbüren über das Thema informieren und angesichts der großen Bedeutung für die weitere Entwicklung auch diskutieren.

Als Referenten haben die Veranstalter Dieter Attig, den ehemaligen Stadtwerkegeschäftsführer und „Energiemanager des Jahres 2003“ gewonnen. Für das Podium haben zudem Wibke Brems, die energiepolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion in NRW, und Ibbenbürens Bürgermeister Heinz Steingröver zugesagt.

Dieter Attig ist seit 35 Jahren in der kommunalen Energiewirtschaft tätig. In dieser Zeit habe er den Umbau der Energieversorgung in Deutschland wesentlich mitgestaltet, bescheinigen ihm die Grünen. Der promovierte Ingenieur war 20 Jahre lang Geschäftsführer der Stadtwerke Lemgo. Dort habe er sich durch sein Engagement beim Ausbau der Fernwärmeversorgung und bei der Entwicklung standardisierter Blockheizkraftwerke einen Namen gemacht.

Im Jahr 1997 wurde Dieter Attig erst Vorstandsmitglied und dann Vorstandsvorsitzender der Stawag in Aachen. In jener Zeit habe er sich als Pionier der Bioenergienutzung hervorgetan, so die Grünen. Die erste Biogasanlage mit Einspeisung ins öffentliche Gasnetz wurde von ihm initiiert und umgesetzt.

Er habe auch direkt mit Beginn der Liberalisierung des Strommarktes 1998 die Herausforderungen für die kommunale Energiewirtschaft erkannt. Als Initiator und wichtiger Impulsgeber gründete er daher zusammen mit drei anderen Kommunalversorgern die Trianel GmbH als Handelsplattform unabhängiger Stadtwerke. Dort setzte er sich verstärkt für mehr Wettbewerb in der Energiewirtschaft ein. Als Vorstandschef der Stadtwerke Saarbrücken und zugleich Geschäftsführer der dortigen Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft übernahm er 2008 Verantwortung für einen neuen Kurs in Saarbrücken.

Eine Stärkung der kommunalen Wirtschaft auf Basis der Eigenerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung stand auch hier im Fokus. Früher als viele andere habe sich Attig für eine Stärkung der Wettbewerbsposition von Stadtwerken eingesetzt. Als Visionär mit Tatkraft habe er deutlich gemacht, dass sie für die Nutzung der erneuerbaren Energien wichtige Partner seien. Derzeit berät er als aktiver Pensionär in Hessen Kommunen, die sich zusammenschließen wollen, um die Energiekonzessionen zu rekommunalisieren, so wie hier Hörstel, Hopsten, Ibbenbüren, Lotte, Mettingen, Recke und Westerkappeln.


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