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Geschichts- und Heimatverein sorgt für Restaurierung Historische Sonnenuhr erstrahlt im alten Glanz

Diese Sonnenuhr hat der Geschichts- und Heimatverein restaurieren lassen. Foto: privatDiese Sonnenuhr hat der Geschichts- und Heimatverein restaurieren lassen. Foto: privat

Tecklenburg. Unauffällig und in den vergangenen Jahren von Einheimischen und Gästen kaum noch wahrgenommen, befindet sich an der Südwestecke des Kirchenschiffes der evangelischen Stadtkirche eine historische Sonnenuhr. Auf alten Fotos ist zu erkennen, dass der kleine Sandsteinblock mit dem ausgearbeiteten Ziffernblatt nicht immer dort seinen Platz hatte. Er befand sich vor vielen Jahrzehnten auf dem mächtigen Stützpfeiler neben der „Brauttür“ auf der Südseite der Kirche. Warum die Uhr von dort umgesetzt wurde, war nicht mehr herauszufinden, schreibt Frank Bosse, Vorsitzender des Geschichts- und Heimatvereins (GHV).

Unglücklicherweise wurde die alte Sonnenuhr dann auch noch während der jüngsten zwei Anstricharbeiten der Fassade komplett mit Farbe abgedeckt. Der GHV nahm nun viel Geld in die Hand und gab den Fachleuten der Firma Paetzke den Auftrag zur Restaurierung. In diesem Zusammenhang stieß der Verein auf ein Presbyteriumsprotokoll vom 10. Mai 1984. Im Protokoll heißt es: „(Das) Presbyterium beschließt einstimmig, dem Antrag des Heimatvereins auf Restaurierung der Sonnenuhr an der Kirche zu entsprechen. Der Kirchengemeinde entstehen keine Kosten.“

In mühevoller Handarbeit gelang es den Handwerkern, wenigstens noch die Konturen des stark verwitterten Sandsteinblockes freizulegen und auch einige der alten Linien nachzuzeichnen. Mit einem neuen Zeiger aus Edelstahl versehen, bietet sie dem aufmerksamen Kirch- oder Spaziergänger jetzt wieder einen schönen Blickfang.

Wenn jemand noch Fotos von der alten Sonnenuhr auf ihrem Stützpfeiler besitzt, ist der GHV sehr daran interessiert. Informationen nimmt Vorsitzender Frank Bosse unter Tel. 05482/243 entgegen.


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