Forschung Batterieforschung: Land gibt weitere 80 Millionen Euro

Von dpa

Die nordrhein-westfälische Ministerin für Kultur und Wissenschaft, Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos).Die nordrhein-westfälische Ministerin für Kultur und Wissenschaft, Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos).
Roland Weihrauch/dpa

Münster. Die Batterieforschungsfabrik in Münster soll früher als bislang geplant ihre Endausbaustufe erreichen.

Dazu stellt das Land Nordrhein-Westfalen weitere 80 Millionen Euro zur Verfügung, wie das NRW-Wissenschafts- und das Wirtschaftsministerium am Freitag mitteilten. Genaue Planungsdetails sollen im Dezember veröffentlicht werden. Die neue Fabrik soll ab 2022 die Arbeit aufnehmen. Eine Erweiterungsoption war ursprünglich für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen. Laut Mitteilung hatte die Fraunhofer-Gesellschaft als wissenschaftliche Betreiberin der Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB) eine schnellere Umsetzung empfohlen.

„Die Forschungsfertigung Batteriezelle ist eines der zentralen wissenschaftlichen Zukunftsprojekte für Nordrhein-Westfalen und Deutschland. Mit der jetzt getroffenen Entscheidung tragen wir den geänderten Anforderungen aus Wissenschaft und Industrie Rechnung, die sich seit der Ausschreibung signifikant weiterentwickelt haben. Für den Aufbau der FFB gilt damit jetzt erst recht: Volle Kraft voraus“, sagte Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) laut Mitteilung.

Der Bund steuert für das Projekt 500 Millionen Euro für die Anlage und den Betrieb bei. Betrieben wird die Fabrik von einem Konsortium des Batterieforschungstrums MEET der Uni Münster, dem Helmholtz-Institut Münster, der Uni Aachen und dem Forschungszentrum Jülich sowie Unterstützern aus der Industrie. Die Vergabe nach NRW hatte für Streit mit Baden-Württemberg gesorgt, dass sich mit Ulm beworben hatte. Das Land NRW steuert laut Mitteilung insgesamt 180 Millionen Euro für Grundstück und Gebäude bei.


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