Notfälle Entgleisung:Kind soll Stahlteil auf Schienen deponiert haben

Von dpa

Der Schriftzug „Polizei“ an einem Polizeirevier.(zu dpa: "Extremisten bei der Polizei - CDU-Innenpolitiker: keine „Einzelfälle“ ")Der Schriftzug „Polizei“ an einem Polizeirevier.(zu dpa: "Extremisten bei der Polizei - CDU-Innenpolitiker: keine „Einzelfälle“ ")
Boris Roessler/dpa

Paderborn. Er soll ein Stahlteil auf die Schienen gelegt haben: Nach der Entgleisung eines Zuges bei Paderborn hat die Polizei einen tatverdächtigen Elfjährigen ausfindig gemacht.

Die Beamten seien durch Zeugenhinweise auf den Jungen aufmerksam geworden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei Münster am Montag. Das Kind habe die Tat eingeräumt. Mit seinen elf Jahren sei der Junge nicht strafmündig.

Der mit etwa 80 Fahrgästen besetzte Zug der Nordwestbahn war am Sonntagnachmittag in der Nähe des Bahnhofs Paderborn-Sennelager über das etwa 1,20 Meter lange Stahlteil gefahren und entgleist. Bei der Kollision sei eine Achse des Zuges abgerissen. Ein Bahnmitarbeiter, der sich im Fahrerstand aufhielt, wurde nach Polizeiangaben durch umherfliegende Glassplitter einer Tür am Bein verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Die Passagiere blieben unverletzt und wurden von der Feuerwehr aus der Bahn geholt. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Der Zug wurde in der Nacht geborgen. Am Zug und am Gleisbett entstand ein Sachschaden, der laut Bundespolizei nach Einschätzung eines Bahnmitarbeiters „sicherlich im sechsstelligen Euro-Bereich liegt“. Auf der Strecke zwischen Bielefeld und Paderborn sollte es am Montag aber keine Einschränkungen mehr geben, wie ein Sprecher der Nordwestbahn sagte.

Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Die Beamten wollen unter anderem klären, woher der Junge das Stahlteil gehabt haben könnte und ob es weitere Tatbeteiligte gebe. Es werde vermutet, dass das Bauteil zur Ladungssicherung in der Nähe der Gleise gelegen habe, sagte der Polizeisprecher.


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