Chemie OVG will über Kohlenmonoxid-Pipeline im Rheinland urteilen

Von dpa

Ein Richterhammer liegt auf einem Tisch.Ein Richterhammer liegt auf einem Tisch.
Uli Deck/dpa/Symbolbild

Münster. Das Oberverwaltungsgericht in Münster will heute sein Urteil im Verfahren um die Kohlenmonoxid-Pipeline im Rheinland verkünden.

Mehrere Anwohner haben gegen die Genehmigung der Rohrleitung durch die Bezirksregierung Düsseldorf geklagt. Sie fürchten, dass bei einem Bruch der Rohre das geruchlose und giftige Gas austreten und dann Lebensgefahr für die Menschen an der Trasse bestehen könnte. Der Chemiekonzern Covestro, der die Leitung nutzen will, verweist dagegen auf hohe Sicherheitsmaßnahmen.

Die 67 Kilometer lange Pipeline, die zwischen den Werken Dormagen und Krefeld des Chemiekonzerns verläuft, ist seit dem Jahr 2009 weitgehend fertig gebaut. Wegen des langjährigen Rechtsstreits, der auch schon das Bundesverfassungsgericht beschäftigt hat, darf aber bisher kein Gas fließen. Auch nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts könnte der Streit weitergehen, wenn sich die unterlegene Seite an das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wendet.


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