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Ermittler gehen von gezielter Attacke aus 43-Jähriger in Gronau angeschossen: Polizei sucht VW Polo

Von dpa

Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet. Symbolfoto: dpaDie Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet. Symbolfoto: dpa

Gronau. Auf einen 43-Jährigen aus Gronau ist am vergangenen Mittwoch geschossen worden.

Der Mann musste notoperiert werden. Nach Medienberichten hatte er als Anwalt kriminelle Machenschaften ans Licht gebracht. Aus einem Auto heraus haben Unbekannte in Gronau an der deutsch-niederländischen Grenze gezielt auf den 43-Jährigen geschossen und ihn schwer verletzt. 

Nach ersten Erkenntnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft Münster wurden bei der Tat am vergangehen Mittwochmorgen in einem Wohnviertel mehrere Schüsse abgefeuert. Das Opfer sei mindestens einmal getroffen worden. Der 43-Jährige kam in ein Krankenhaus und wurde operiert, wie Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt sagte. "Die Hintergründe des Angriffs sind zurzeit noch unbekannt, uns liegen aber Anhaltspunkte dafür vor, dass auf den Gronauer gezielt geschossen wurde."

Suche nach Kleinwagen

Die Schüsse kamen demnach aus einem weißen Kleinwagen mit niederländischem Kennzeichen, in dem mehrere Menschen gesessen hätten. Eine grenzüberschreitende Fahndung nach dem Auto und den Insassen blieb zunächst erfolglos. Nun sucht die Polizei nach dem Tatfahrzeug:

Foto: Polizei Münster

Bei diesem handelt es sich um einen hell-silbergrauen Polo (V Typ 6R), Baujahr 2009 bis 2014, mit niederländischen Kennzeichen. Besondere Merkmale des Fünf-Türers sind die auffällig breiten Felgen und Spoiler. Das Foto zeigt das mutmaßliche Fluchtfahrzeug. 

Hinweise nehmen sowohl die niederländische Polizei unter der Telefonnummer 0031 79-3459876 als auch jede deutsche Polizeidienststelle entgegen. 

Opfer ist Anwalt

Die Polizei geht davon aus, dass Täter und Opfer sich kennen. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen. Zeugen seien befragt und Spuren gesichert worden.

Nach Berichten niederländischer Medien handelt es sich bei dem Mann um einen niederländischen Anwalt. Er sei schon seit einiger Zeit bedroht worden. Als Konkursverwalter habe der 43-Jährige mehrere große Fälle im Osten der Niederlande behandelt. Dabei habe er auch kriminelle Machenschaften ans Licht gebracht. Es gebe aber bisher keine Hinweise darauf, dass dies etwas mit der Tat zu tun habe.


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